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Uetze Anwohner lehnen Komplettausbau ab
Umland Uetze Anwohner lehnen Komplettausbau ab
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17:31 31.08.2018
Im nördlichen Bereich der Osterstraße ist die Fahrbahn mit Blaubasaltsteinen gepflastert. Befestigte Gehwege gibt es dort nicht. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Anlieger lehnen die geplante Erneuerung der Osterstraße auf der gesamten Länge ab. Ihre Forderung, die Pläne für eine Komplettsanierung zu begraben, haben sie mit einer Unterschriftensammlung untermauert. Cordula Schumacher hat die Unterschriften mit einem Begleitschreiben während der Ratssitzung am Donnerstagabend Bürgermeister Werner Backeberg (SPD) und dem Vorsitzenden des Planungsausschusses des Rates, Werner Hübner (CDU), überreicht.

Anwohnerin Cordula Schumacher überreicht Bürgermeister Werner Backeberg die Unterschriftensammlung. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Nach Ansicht der Anwohner muss nur der mittlere Abschnitt zwischen der Mühlenstraße und dem Seeweg komplett erneuert werden. Im nördlichen Bereich zwischen der Mühlenstraße und der Bushaltestelle Schmiedestraße reiche eine Befestigung der Fußwege aus. Das dortige Blaubasaltpflaster der Fahrbahn wollen die Anwohner erhalten wissen. Es halte auch nach 150 Jahren der heutigen Verkehrsbelastung stand. „Zurzeit erfährt das Pflaster keine seitliche Stütze zum Gehweg“, stellen die Anlieger fest. Wenn man das Pflaster mit einer betonierten Gosse einfasse, könne man ein seitliches Wegrutschen der Basaltsteine verhindern.

Der Abschnitt zwischen Seeweg und Dedenhäuser Straße müsse nicht saniert werden. Er sei bereits ausgebaut. „In diesem Bereich sind Straßenunterhaltungsmaßnahmen durch die Verwaltung zu veranlassen, da hier augenscheinlich die Straßenunterhaltung seit Längerem vernachlässigt wurde“, schreiben die Anlieger. Der Wasserverband Peine müsse die Kanalisation auf eigene Kosten erneuern.

Für die Sanierung der Osterstraße auf gesamter Länge hat die Verwaltung Kosten von 1,2 bis 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Nach Meinung der Anlieger lassen sich bei ihrem Vorschlag die Ausgaben um mehr als die Hälfte verringern. Schumacher forderte eine getrennte Kostenberechnung für die verschiedenen Abschnitte.

Die Anlieger der Osterstraße erinnern daran, dass die Verwaltung und die Planer bereits bei der Mühlenstraße von falschen Voraussetzungen ausgegangen waren. So konnten die dortigen Anwohner nachweisen, dass das Regenwasser auf der Mühlenstraße nicht versickerte und eine Einleitung in die Fuhse möglich ist. „Um erneute Fehlplanungen zu vermeiden, erwarten die Anlieger von der Verwaltung, dass eine wirtschaftliche und umsetzbare Lösung mit breitem Einverständnis der betroffenen und zahlenden Anlieger umgesetzt werden“, endet das Begleitschreiben zur Unterschriftensammlung.

„Ich möchte an den Planungen der Osterstraße beteiligt werden“, forderte Anwohnerin Ina Nentwig. „Wir können Sie nicht zu den Beratungen mit den Ingenieuren hinzuziehen“, antwortete Bürgermeister Werner Backeberg (SPD). Während der öffentlichen Sitzungen der Ratsausschüsse, des Ortsrats und des Gemeinderates könnten die Anwohner aber Fragen stellen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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