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Uetze Ein Fachwerkhaus gibt Rätsel auf
Umland Uetze Ein Fachwerkhaus gibt Rätsel auf
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11:17 05.12.2018
Welches Haus aus Uetze ist auf diesem Foto abgebildet? Das möchte gern Wolfgang Braatz wissen. Quelle: Privat
Uetze

Ein altes Foto eines Fachwerkhauses gibt dem Archivar des Uetzer Heimatbunds, Wolfgang Braatz, Rätsel auf. Er hat trotz umfangreicher Recherchen bisher keinerlei Anhaltspunkte, um welches Gebäude es sich handelt. Braatz will es dem Fotoarchiv „Uetze – gestern und heute“ beifügen, das er für die Uetzer Heimatstube aufbaut. Darin stellt er historischen Aufnahmen aktuelle Fotos gegenüber, um Veränderungen im Ortsbild zu dokumentieren. Um das Haus, das er bisher nicht identifizieren kann, heute fotografieren zu können, muss Braatz wissen, um welches es sich handelt.

Der Heimatbund hat das Schwarz-Weiß-Bild vom früheren Ortsbürgermeister Hartmut Schulte zusammen mit alten Ansichtskarten und weiteren antiquarischen Fotos erhalten. Es zeigt ein Fachwerkhaus mit einem Krüppelwalmdach. An einem Giebel hängt eine Schützenscheibe. Im Vorgarten steht hinter einem Lattenzaun ein Ehepaar. Ein Teil des Grundstücks ist mit einer Mauer, auf dem ein Maschendrahtzaun gespannt ist, eingefasst. An der Mauer lehnt ein Fahrrad.

Häuser auf historischen Bildern, die inzwischen verklinkert sind, könne man an der Position des Schornsteins auf dem Dach sowie an der Anordnung und Anzahl der Fenster erkennen, erläutert der Heimatbund-Archivar. In der Fotosammlung, die der Heimatbund von Schulte bekommen hat, waren laut Braatz mehrere alte Aufnahmen von Häusern aus dem Bereich Damm-/Gifhorner Straße. Deshalb könnte die Aufnahme dort entstanden sein. „Aber das ist eine reine Vermutung“, betont Braatz. Bisher hat er dort vergeblich nach einem Gebäude Ausschau gehalten, auf das die Merkmale des abgebildeten Fachwerkhauses zutreffen.

Braatz hat noch nicht die Hoffnung aufgegeben, herauszubekommen, um welches Haus es sich handelt. Lange hat er auch bei einer Ansichtskarte eines Fachwerkgebäudes mit der Anschrift Gifhorner Straße 16 im Dunkeln getappt. Der frühere Uetzer Arzt Egbert Kobbe habe ihm schließlich sagen können, dass auf der Postkarte das Wohnhaus zu sehen ist, das auf dem Gelände des Erse-Parks steht. Es habe früher einem Bauern namens Heinrich Wrede gehört. Diese Auskunft hat Braatz in einem Einwohnerverzeichnis aus dem Jahr 1915 bestätigt gefunden. Darin ist ein Heinrich Wrede mit der Adresse Gifhorner Straße 16 aufgeführt. Damals habe die Gifhorner Straße an der Erse-Brücke in Abbeile geendet, sagt der Archivar. Außerdem seien die Häuser in einer anderen Reihenfolge nummeriert gewesen.

Nach langen Recherchen hat Wolfgang Braatz herausbekommen, dass auf dieser alten Ansichtskarte das Wohnhaus abgebildet ist, das auf dem Erse-Park-Gelände steht. Quelle: Privat

Wer Hinweise auf das Fachwerkhaus geben kann, das Braatz bisher nicht identifizieren konnte, soll sich bei ihm unter der Telefonnummer (05173) 6024 melden. Er nimmt auch alte Aufnahmen für das Fotoarchiv „Uetze - gestern und heute“ entgegen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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