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Uetze Blutspende: Helfen in netter Gesellschaft
Umland Uetze Blutspende: Helfen in netter Gesellschaft
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16:53 02.07.2018
Andrea Pielok ist aus Uetze zum Blutspenden gekommen. Im Hintergrund legt Agnes Weis vom Blutspendedienst dem nächsten Spender die Nadel an. Quelle: Sandra Köhler
Hänigsen

Eine Blutspende am Sonntag und dann noch in den Ferien? „Wir hatten so einen Termin bereits vor einiger Zeit angeboten. Und die positiven Rückmeldungen der Spender haben uns bestärkt, es einfach noch einmal zu versuchen“, sagt Michael Geist, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Hänigsen. Der rege Zulauf im Schützenheim am Steinkamp gab ihm Recht.

Bereits nach knapp anderthalb Stunden hatten sich 39 Spender, darunter vier Erstspender, eingefunden: „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Geist. Am Sonntag erreiche man auch Menschen, die wegen ihrer Arbeit Termine in der Woche mitunter nur schwer wahrnehmen könnten. Sechs bis sieben Spendentermine organisiert der Ortsverein im Jahr, davon zwei im Frühjahr und zwei im Herbst. „Dienstag und Montag – immer mit einer Woche Abstand“, sagt Geist. „Das ist mal entstanden, damit die Schichtarbeiter aus dem Kaliwerk spenden können. Eine Woche die eine Frühschicht, die andere die andere.“

Reinhard Degotschin, Ortsbürgermeister aus Altmerdingsen, hat bereits den zweiten Blutspendepass gefüllt. Quelle: Sandra Köhler

Zum speziellen Sonntagstermin hielt das Team der DRK-Damen auch spezielle Köstlichkeiten für die Spender nach ihrem Aderlass bereit. „Normalerweise gibt es belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen, heute haben wir passend zur Fußball-WM auch Bratwurst und alkoholfreies Weizenbier da“, sagte Geist. Die Bratwurst ließ sich Gertraud Eberl nach ihrer Spende schmecken. Seit der ersten Blutspendenaktion zugunsten des Freibads Hänigsen vor sieben oder acht Jahren lässt sie sich regelmäßig Blut abzapfen. „Man hilft anderen, und hat selbst auch eine Kontrolle, weil ja der HB-Wert, der Blutdruck und anders kontrolliert wird“, sagt die im Freibad ehrenamtlich tätige Eberl. „Es ist eine schöne Gewohnheit geworden und man ist in netter Gesellschaft.“

Letzteres findet auch der 62-jährige Heinz Wiechmann: „Heute ist weniger los, aber sonst trifft man ganz viele Bekannte. Eigentlich hatte ich mich heute früh mit meinem Sohn zum Motorradfahren verabredet. Aber der hat gestern Musik gemacht. Da ich nicht wusste, wie lange das dauerte, wollte ich nicht stören und bin hierher gegangen.“ Mit dem Blutspenden begonnen habe er, als er beim Bund war. So begann auch die Blutspenderkarriere des Altmerdingser Ortsbürgermeisters Reinhard Degotschin: „Dann hatte ich eine Pause, bis meine Frau mich wieder mitgezogen hat.“ Mittlerweile ist sein zweiter Spenderpass voll. Für ihn sind die Blutspendetermine im Hänigsen gesetzt und fest im Kalender eingetragen.

Michael Geist übergibt Edeltraut Lindemann eine Flasche Wein als Dankeschön für die 75. Blutspende. Quelle: Sandra Köhler

Nach dem Walken im Wald hat sich Andrea Pielok aus Uetze zum Blutspenden nach Hänigsen aufgemacht. Auch sie spendet regelmäßig, um zu helfen: „Blut wird immer gebraucht.“ Den Sonntagstermin findet sie klasse: „In der Woche ist man manchmal nach der Arbeit einfach ganz schön kaputt.“ Als Neu-Rentnerin habe sie noch Zeit, sagt Edeltraut Lindemann augenzwinkernd. Die Hänigserin spendet Blut, seit sie 18 ist. Und hat sich am Sonntag zum 75. Mal Blut abzapfen lassen. Grund genug für den DRK-Vorsitzenden Geist, sich mit einer Flasche Wein bei Lindemann zu bedanken.

Von Sandra Köhler

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