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Uetze Feuer vernichtet sieben Hektar Braugerste
Umland Uetze Feuer vernichtet sieben Hektar Braugerste
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00:21 26.07.2018
Der Wind treibt das Feuer in der Katenser Feldmark auf einen Wald zu. Quelle: Fotos: Feuerwehr
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Katensen

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und Tanklöschfahrzeugen sind vier Feuerwehren am Sonntagnachmittag zu einem brennendem Acker in der Katenser Feldmark ausgerückt. Erstmals im Einsatz waren auch die mit Wasser gefüllten Gülletankzüge, die das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Linneweh der Feuerwehr wegen der extremen Trockenheit seit Kurzem für Löscharbeiten zur Verfügung stellt.

Bei der Alarmierung um 14.30 Uhr hieß es, dass etwa 300 Quadratmeter Stoppelfeld brennen. Doch als die ersten Fahrzeuge mit den Einsatzkräften an dem Feld am Leitling ankamen, hatten die Flammen wegen des starken Winds schon fast zwei Hektar erfasst. „Das Feuer lief gerade in ein noch nicht abgeerntetes, acht Hektar großes Getreidefeld hinein“, berichtet Timo Seffer, Pressesprecher der Gemeindefeuerwehr. „Zudem drohte das Feuer am östlichen Feldrand in einen Wald zu ziehen.“

Für die Löscharbeiten nutzen die Feuerwehrleute auch die Beregnungsbrunnen in der Feldmark. Quelle: Feuerwehr

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Die Ersten am Brandort waren die Katenser und Dollberger Feuerwehrkräfte. Als sie die Dynamik des Feuers sahen, alarmierten sie zusätzlich ihre Kameraden aus Hänigsen und Uetze mit weiteren geländegängigen, wasserführenden Fahrzeugen. Zudem wurden das Lohnunternehmen Linneweh angefordert. Dort standen Gülletankzüge – gefüllt mit Zehntausenden Liter Wasser – bereit, um bei solchen Geländebränden schnell Löschwasser an den Brandort zu bringen. Die Firma stellte auch ihre beiden Fahrer zur Verfügung. Das habe entscheidend zum Löscherfolg beigetragen, berichtet Seffer.

Um zu verhindern, dass das Feuer auf den Wald übergriff, wurde dem Landwirt Carsten Fricke, der mit Traktor und Grubber herbeigeeilt war, aufgetragen, am östlichen Feldrand eine Schneise zu ziehen. Das habe auch geklappt, so Seffer. Parallel dazu hat die Besatzung des Dollberger Tanklöschfahrzeugs das Feuer von Norden kommend auf der Westseite bekämpft. Als jedoch der Wind wieder Richtung Süden drehte, wurden laut Pressesprecher die mittlerweile zwei Traktoren mit Grubbern dazu genutzt, weitere Schneisen im Süden zu ziehen. Als dann auch noch die mittlerweile eingetroffenen Tank- und Löschfahrzeuge aus Uetze und Hänigsen eingriffen, konnte der Brand gegen 15 Uhr unter Kontrolle gebracht werden.

Zwei Gülletankzüge - hier beim Befüllen auf dem Betriebsgelände der Firma Linneweh - sind bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Quelle: Feuerwehr

Inzwischen waren weitere Landwirte Fricke zu Hilfe geeilt. Insgesamt fünf Traktoren ausgerüstet mit Grubbern brachen alle Brandränder um. Anschließend wurde diese Bereiche mit circa 50 000 Litern Wasser aus zwei Gülletankern getränkt, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Um 16.25 Uhr war der Brand gelöscht und die Feuerwehr übergab die Einsatzstelle der Polizei.

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Während der schweißtreibenden Löscharbeiten in der prallen Sonne klagten drei Feuerwehrleute über leichte Kreislaufprobleme. Sie wurden vom Rettungsdienst, der bei jeden Feuer automatisch mit alarmiert wird, versorgt.

Mit vereinten Kräften gelang es 80 Feuerwehrleuten mit 16 Fahrzeugen und den anderen Helfern, ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. „Sieben Hektar Braugerste sind aber trotzdem verbrannt“, sagt Fricke. Hinzu kommen laut Seffer mehr als ein Hektar Stoppelfeld. Inzwischen hat die die Kripo die Brandursache ermittelt. Demnach ist das Grillen von drei Kindern im Bereich des Schwüblingser Wegs außer Kontrolle geraten, wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilt. Nach bisherigen Ermittlungen hatten die Kinder am Sonntagmittag nahe den Feldern ein Feuer entfacht, um Maiskolben zu grillen. Im weiteren Verlauf griffen die Flammen auf das Braugerstenfeld über. Den Schaden des Feuers gibt die Polizei mit rund 10 000 Euro an.

Von Anette Wulf-Dettmer

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