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Uetze Uetze tritt Abwassersolidargemeinschaft bei
Umland Uetze Uetze tritt Abwassersolidargemeinschaft bei
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11:31 17.12.2018
Die Hänigser Kläranlage ist eine der Abwasserbeseitigungsanlagen, die der Wasserverband in der Gemeinde Uetze betreibt. Quelle: Wasserverband Peine
Uetze

Anfang November hatte sich der Gemeinderat noch schwer getan mit einer Entscheidung, ob die Kommune der Solidargemeinschaft für die Abwasserbeseitigung im Wasserverband Peine beitreten soll. Jetzt hat er den Beitritt zum 1. Januar 2019 ohne Diskussion einstimmig beschlossen. Allerdings knüpften die Kommunalpolitiker ihren Beschluss an eine Bedingung: Falls doch nicht alle anfangs interessierten Gemeinden mitmachen wollen, darf der Arbeitspreis für die Abwasserbeseitigung 2023 nicht vier Euro je Kubikmeter Schmutzwasser übersteigen und das Grundentgelt nicht über 120 Euro im Jahr hinausgehen.

In 16 Kommunen hat der Wasserverband die Kläranlagen und die Kanalisation übernommen. Davon haben zwölf im Vorfeld Interesse an der Bildung einer Solidargemeinschaft gezeigt. Bislang führt der Verband die Abwasserbeseitigung in diesen Gemeinden getrennt. Für jede berechnet er gesondert die Abwassergebühren.

Der Wasserverband will eine Solidargemeinschaft bilden, weil ein größerer Verbund die anstehenden Investitionen leichter leisten kann. In Uetze werden allein die Kanalsanierungen 29,8 Millionen Euro verschlingen. Hinzu kommen notwendige Investitionen in die Klärwerke. So ist eine vierte Reinigungsstufe in der Diskussion, die Mikroplastik und Arzneirückstände aus dem Schmutzwasser entfernt. Außerdem zeichnen sich höhere Kosten für die Klärschlammbeseitigung ab.

Innerhalb des Zwölferverbunds sollen die Abwassergebühren bis 2023 angeglichen werden. Nach den Berechnungen des Wasserverbands steigt der Arbeitspreis in Uetze Anfang 2019 von 2,81 auf 3.20 Euro, 2021 auf 3,40 Euro, 2022 auf, 3.60 Euro und 2023 auf vier Euro. Das Grundentgelt soll 2019 von 60 auf 72 Euro, 2021 auf 96 Euro und 2020 auf 120 Euro erhöht werden.

Über das Vermögen der Abwasserbeseitigungsanlagen in den Mitgliedskommunen führt der Wasserverband auch in Zukunft getrennt Buch. Ein Austritt aus dem Verbund ist frühestens am 1. Januar 2029 möglich. Die Kündigung muss fünf Jahre vorher beim Wasserverband eingehen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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