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Uetze Luisa Arndt wechselt von Uetze nach Minden
Umland Uetze Luisa Arndt wechselt von Uetze nach Minden
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13:18 05.12.2018
Luisa Arndt wird Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Minden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Gemeinde Uetze muss die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten ausschreiben. Die bisherige Stelleninhaberin Luisa Arndt verlässt am 28. Februar 2019 die Kommune. Sie wird am 1. März Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Minden. Sie war seit dem 1. Juli 2017 im Rathaus beschäftigt.

Arndt begründet ihren Wechsel nach Minden damit, dass sie in Uetze nur eine halbe Stelle hat. „Nach meiner Einschätzung ist eine verantwortungsvolle Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte mit einer Wochenarbeitszeit von 19,5 Stunden nicht möglich. Das kann ich mit mir nicht vereinbaren“, sagt Arndt. Wenn der Rat im Sommer dem Antrag der Gemeindeverwaltung gefolgt wäre, ihre Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden zu erhöhen, hätte sie sich nicht woanders beworben. „Ich arbeite wirklich gern hier in Uetze“, betont die Hannoveranerin.

Den Antrag auf eine Erhöhung der Wochenstundenzahl hatte Bürgermeister Werner Backeberg zurückgezogen, nachdem während der Beratungen Widerspruch aus den Reihen der Ratsmitglieder laut geworden war. Nur die SPD hatte sich uneingeschränkt dafür ausgesprochen. Backeberg kündigte an, zu den Haushaltsberatungen einen neuen Antrag zu stellen. Nach seiner Ansicht bestand damals noch Informationsbedarf zu dem Thema. Im Stellenplan 2019/2020 hat jetzt die Verwaltung sogar eine volle Stelle vorgesehen.

Nach Auskunft des Gemeindesprechers Andreas Fitz sprechen immer noch dieselben Gründe für eine längere Wochenarbeitszeit. Die Verwaltung hatte damals argumentiert, dass die Gleichstellungsbeauftragte genügend Zeit haben müsse, um ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen. Sie müsse rechtzeitig an Entscheidungen beteiligt werden, sonst seien diese unter Umständen anfechtbar. Die Wochenarbeitszeit sei nicht an die steigende Zahl der Stellenbesetzungen angepasst worden. Die Gleichstellungsbauftragte müsse nicht nur zu Personalangelegenheiten gehört werden. Zum Beispiel müsse sie auch zu Bebauungsplänen Stellung nehmen. Über die Aufstockung auf eine volle Stelle müsse nun der Rat entscheiden, sagt Fitz.

Arndt fühlt sich nicht nur für die Beschäftigten der Gemeinde, sondern auch für die Einwohner zuständig. Sie hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Frauenberatungsstelle in Lehrte künftig einmal im Monat eine Sprechzeit in der Gemeinde Uetze anbietet, und zwar im Hänigser Dorftreff. „Wir starten im Januar“, kündigt die Sozialpädagogin an. Mit öffentlichen Aktionen machte sie sie auf die Benachteiligung von Frauen aufmerksam. Zum Beispiel baute sie mit Frauen des Sozialverbands auf dem Hindenburgplatz einen Informationsstand zum Equal-Pay-Day auf. Im November war im Rathaus die Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“ zu sehen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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