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Uetze Nachmittagsgruppe soll Platzmangel lindern
Umland Uetze Nachmittagsgruppe soll Platzmangel lindern
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00:17 06.12.2018
Die Gemeinde muss zusätzliche Kitaplätze schaffen. Quelle: Symbolbild
Uetze

Derzeit kann die Gemeinde nicht allen Eltern in deren Wohnorten Kindertagesstättenplätze anbieten. Insbesondere fehlen Plätze im Versorgungsbereich Uetze/Eltze/Dedenhausen. Um diesen Mangel kurzfristig zu lindern, ist der Ratsausschuss für Jugend, Familie und Soziales dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, vorübergehend in der Uetzer Kita Buddelkiste zusätzlich eine Nachmittagsgruppe mit 25 Plätzen einzurichten. Voraussetzung dafür ist, dass die Landesschulbehörde die Betriebserlaubnis erteilt.

Eine Nachmittagsbetreuung sei sicherlich keine optimale Lösung, räumt Rathaussprecher Andreas Fitz ein. Aber es gebe durchaus Familien, die ihre Kinder auch nachmittags betreuen lassen würden, damit sie Anteil an der frühkindlichen Bildung und Spielkameraden haben. Das seien Familien, in denen nicht beide Elternteile arbeiteten. Derzeit stehen offenbar 25 Kinder ab drei Jahre auf der Warteliste für einen Betreuungsplatz. „Mit einer Nachmittagsgruppe kann die Gemeinde nicht zuletzt auch den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kindergartenplatz erfüllen“, sagt Fitz. „Sobald der Rat beschließt, die Nachmittagsgruppe einzurichten, werden wir konkret abfragen, wer das Angebot annehmen will. Sollten wider Erwarten nur wenige Kinder angemeldet werden, dann wird die Gruppe nicht eingerichtet.“

Die neue Gruppe soll so lange bestehen bleiben, bis die geplante Zwei-Gruppen-Kindertagesstätte im Küsterhaus in Uetze in Betrieb geht. Die Planung der kirchlichen Kindertagesstätte hat sich verzögert. Inzwischen hat die Kirchengemeinde den Bauantrag für den Umbau des Küsterhauses gestellt.

Um den Bedarf an Kinderbetreuung kurzfristig decken zu können, will die Verwaltung weitere Tagesmütter anwerben und ausbilden. Außerdem will sie die Einrichtung einer weiteren Großtagespflegestelle unterstützen, die Erzieher oder Tagesmütter privat betreiben.

Im Versorgungsbereich Uetze/Eltze/Dedenhausen sollen mittelfristig nach dem Bau einer Vier-Gruppen-Kita ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze zur Verfügung stehen. Der Familienausschuss des Rates hat sich deshalb dafür ausgesprochen, das Angebot der Arbeiterwohlfahrt (AWO) anzunehmen. Sie will im geplanten Baugebiet Schapers Kamp Ost eine Kita mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen errichten. Die AWO hat bereits bei der Verwaltung nachgefragt, ob sie dort ein Grundstück erwerben kann. Die Verwaltung hatte in der Ausschusssitzung auch zur Diskussion gestellt, dass die Gemeinde selbst eine Kita bauen oder einen Wettbewerb für einen Neubau ausschreiben soll, an dem sich freie Träger beteiligen können.

Außerdem soll das Projekt „Alle Kinder unter einem Dach“ in Dollbergen die Situation in der Gemeinde entspannen. In Dollbergen hat der Bau einer Fünf-Gruppen-Kita auf dem Schulgelände bereits begonnen. Sie soll im Herbst 2020 den Betrieb aufnehmen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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