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Uetze Arbeiter legen sich für Anwohner ins Zeug
Umland Uetze Arbeiter legen sich für Anwohner ins Zeug
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00:18 12.10.2018
Auf der Nordseite der Mühlenstraße ist der Gehweg zwischen Thielenplatz und Osterstraße fertig. Außerdem ist auf diesem Abschnitt die Fahrbahn mit Mineralgemisch aufgefüllt worden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Wegen der Straßenbauarbeitern vor ihrer Haustür müssen die Anwohner der Mühlenstraße Unannehmlichkeiten und Behinderungen in Kauf nehmen. Doch das trübt das Verhältnis zwischen ihnen und den Mitarbeitern der Baufirma keinesfalls. Ganz im Gegenteil: Anlieger versorgen die Bauarbeiter mit Essen und Getränken.

„Wir versuchen, den Anliegern gerecht zu werden“, sagt der Straßenbaumeister Karsten Stolper-Beinhorn. „Wenn zum Beispiel jemand nach dem Einkaufen schwer tragen muss, helfen wir schon mal“, erzählt er. Oder wenn jemand zu einem bestimmten Termin mit seinem Fahrzeug vom Hof müsse, bemühten er und seine Kollegen sich, das zu ermöglichen. Die Anwohner danken es, indem sie hin und wieder Kaffee und Kuchen spendieren. „Darüber freuen wir uns natürlich“, sagt Stolper-Beinhorn. Er und seine Kollegen hätten auch von einer Geburtstagsfeier profitiert. Da hätten sie sogar Lachsbrötchen und andere Köstlichkeiten bekommen. Kein Wunder, dass unter diesen Bedingungen der Ausbau der Mühlenstraße gut vorankommt.

Der Straßenbauarbeiter Gordino Andone verdichtet mit einem Rüttler das Mineralgemisch, auf das die Trag- und die Deckschicht der Fahrbahn kommen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Zeitweise mussten fast alle Anwohner ihre Autos in benachbarten Straßen parken. Inzwischen könne ein Teil wieder mit dem Personenwagen sein Grundstück erreichen, weil der Gehweg auf der Nordseite zwischen dem Thielenplatz und der Osterstraße fertig sei, berichtet Achim Koch aus der Uetzer Bauverwaltung. An der Ecke Mühlen-/Osterstraße haben die Bauarbeiter den Bordstein des Bürgersteigs abgesenkt und in das rote Verbundsteinpflaster geriffelte weiße Steine eingebaut. „Das ist inzwischen Standard“, sagt Koch. Die Riffelung ermögliche Sehbehinderten, mit einem langen Stock Absenkungen und Überwege zu ertasten.

An der Ecke Mühlen-/Osterstraße sind an der Bordsteinabsenkung geriffelte weiße Steine eingebaut worden, damit Sehbehinderte die Absenkung besser erkennen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Außerdem hat die Baufirma mittlerweile den Untergrund der sechs Meter breiten Fahrbahn zwischen Thielenplatz und Osterstraße mit Mineralgemisch aufgefüllt. Es müsse jetzt nivelliert und verdichtet werden, sagt Koch. Der bis zu 1,5 Meter breite Parkstreifen, der auf der Südseite geplant ist, fehlt noch. Bislang sind auf einem Teilstück die Bordsteine gesetzt worden, die Fahrbahn und Parkstreifen trennen. Koch geht nach dem gegenwärtigen Stand davon aus, dass die Mühlenstraße auf der gesamten Länge bis zur Mühle Amme mit Ausnahme von Restarbeiten bis zum 23. November fertig wird: „Wir liegen auf jeden Fall im Zeitplan.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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