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Uetze Natur- und Klimaschutz ist den Schülern wichtig
Umland Uetze Natur- und Klimaschutz ist den Schülern wichtig
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00:16 18.03.2019
Die Schüler Tim (links) und Daniel markieren auf einer Gemeindekarte Orte, an denen sie sich gern aufhalten. Auch das war eine Aufgabe für die Kinder und Jugendlichen in der Zukunftswerkstatt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Verbesserungen im Nahverkehr, mehr Klima- und Naturschutz sowie – überraschenderweise –auch bezahlbare Wohnungen: Das sind einige der Wünsche, die rund 30 Kinder und Jugendliche am Mittwochnachmittag in der Zukunftswerkstatt für das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept Uetze 2030 –kurz IKEK – nannten. Die Grundschüler wünschen sich vor allem „mehr Natur“. So schlug ein Mädchen vor, Blumenwiesen anzulegen, „damit die Bienen überleben können“. Nach den Vorstellungen der Jüngsten sollen weniger Autos auf den Straßen im Gemeindegebiet fahren. Und wenn doch, dann sollten es Elektroautos sein.

„Wir haben uns auf drei Punkte konzentriert“, berichtete die 15-jährige Bianca, die die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe vorstellte. Die Gruppe wünsche sich bezahlbare Wohnungen, mehr Mitbestimmungsrechte für Jugendliche – zum Beispiel einen Jugendbeirat – und eventuell einen zentralen Bahnhof. Der Sechstklässler Daniel würde am liebsten die alte Bahnstrecke CelleUetzeBraunschweig reaktivieren. Dafür müsse man die Deutsche Bahn ins Boot holen. Damit mehr Menschen mit dem Zug fahren, müssten die Fahrpreise sinken. Außerdem will Daniel Elektrobusse im Nahverkehr einsetzen.

Verbesserungen im Busverkehr forderte Katharina, ehemalige Schülersprecherin der Aurelia-Wald-Gesamtschule. „Es wäre schön, wenn wir in Uetze auch ein Hallenbad hätten“, sagte sie außerdem. Die Auszubildende Tabea würde gern in einem Laden einkaufen, in dem die Waren nicht verpackt sind, um Verpackungsmüll zu vermeiden. „Einmal im Monat könnte man auch ein Müllsammelprojekt machen“, fügte sie hinzu.

Karolin Thieleking vom Planungsbüro Koris, die das IKEK für die Gemeinde Uetze ausarbeitet, wies darauf hin, dass aus finanziellen Gründen nicht jeder Wunsch erfüllbar sei. So erteilte sie dem Vorschlag, ein Fußballstadion zu bauen, gleich eine Absage. Sie stellte fest, dass sich die Vorschläge der Kinder und Jugendlichen weitgehend mit Themen deckten, mit denen sich die Erwachsenen bei der IKEK-Auftaktveranstaltung im Februar befasst hatten. Der Workshop für Schüler und Auszubildende ist ein Baustein für die Erarbeitung des IKEK.

Online-Umfrage läuft noch bis Montag

Die Einwohner Uetzes sollen ein gewichtiges Wörtchen mitreden dürfen bei der Erstellung des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK). Das ist das Ziel des Planungsbüros Koris. Deshalb läuft seit der IKEK-Auftaktveranstaltung im Februar eine Online-Umfrage. Sie ist noch bis Montag, 18. März, auf der Homepage www.uetze.de freigeschaltet. Fragebögen in Papierform gibt es im Rathaus bei Murat Kurt, Raum 118.

Warum lohnt es sich,in der Gemeinde Uetze zu wohnen, zu arbeiten und seine Freizeit zu verbringen? Was ist gut? Was ist schlecht? Was fehlt für die Zukunft? Um diese Themen dreht sich die Umfrage. Beim Aufstellen des Konzepts geht es im ersten Schritt darum, möglichst viele Meinungen von Einwohnern zu verschiedenen Aspekten der Gemeindeentwicklung einzuholen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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