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Uetze In Stötznerschule ziehen wieder Schüler ein
Umland Uetze In Stötznerschule ziehen wieder Schüler ein
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00:19 05.08.2018
Tunnelblick: Die Stahlträger bilden das Gerüst für den Verbindungsgang zwischen dem Schulgebäude (im Hintergrund) und der Containeranlage. Quelle: Wulf-Dettmer
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Uetze/Burgdorf

Die Bauarbeiten für den Umzug von fünf Klassen der Burgdorfer Schule am Wasserwerk in die ehemalige Stötznerschule in Uetze kommen gut voran. Wer in diesen Tagen an der Baustelle vorbeifährt, sieht dort ein Firmenauto hinter dem anderen am Straßenrand stehen.

Die Container mit den farbigen Außenfassaden stehen längst, und auch innen ist fast alles fertig: Die Fußböden in den weitläufigen Räumen sind schon verlegt, die Küchenzeilen eingebaut. An der technischen Ausstattung – Strom, Wasser, Internet – der Klassenzimmer, Flure und Sanitärräume wird zwar noch gearbeitet. Aber an diesem Freitag wollen die Handwerker nach eigenen Angaben alles gebrauchsfertig und geputzt übergeben. Nach den Sommerferien werden die ersten Schüler in der ebenerdigen Containeranlage – sie steht im hinteren Bereich des Schulgeländes unter großen, Schatten spendenden Bäumen – unterrichtet.

Das Containermodul mit vier Klassenräumen und den notwendigen Nebenräumen ist innen großzügig gestaltet und wirkt nicht wie ein Provisorium. Quelle: Wulf-Dettmer

Bislang hat die Wasserwerkschule Räume für fünf Lerngruppen im Gebäude der Burgdorfer Prinzhornschule genutzt. Drei Klassenzimmer würden bereits ausgeräumt, sagt Burgdorfs Rathaussprecher Sebastian Kattler. Zwei Lerngruppen bleiben laut Kattler noch bis zu den Herbstferien in der Prinzhornschule. Denn die Umbauten im alten Schulgebäude in Uetze sind laut Regionssprecherin Sonja Wendt noch nicht abgeschlossen. Dort wird das Erdgeschoss saniert und umgebaut. Es entstehen ein Klassenraum, Fachräume für Werken und Kochen, ein Therapieraum, ein Pflegebad, eine Essensausgabe und im ersten Obergeschoss ein Lehrerzimmer. Spätestens Anfang September sollen laut Wendt auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.

An diesem Freitag um 8 Uhr kommen die Möbelpacker und bringen die Möbel für die ersten drei Klassen nach Uetze. „Es wird sowohl mit vorhandenem als auch mit neu beschafftem Mobiliar, insbesondere für die Fachräume, umgezogen“, sagt die Pressesprecherin der Region Hannover. Die Region ist Trägerin der Wasserwerkschule, einer Förderschule Geistige Entwicklung.

Die Handwerker haben in den nächsten Wochen nicht nur im Altbau, sondern auch auf dem Außengelände in Uetze allerdings noch alle Hände voll zu tun. Der Boden wird eingeebnet, Pflaster verlegt, Zaun und Toranlage errichtet, Spielgeräte aufgebaut, zählt Wendt auf. Zudem errichtet eine Fachfirma in diesem Tagen den Verbindungsgang zwischen Altbau und Containeranlage. Die u-förmigen Stahlträger sind auf einzelnen Betonfundamenten verankert. „Der Gang soll ebenfalls bis auf einen Teilbereich zum Schulbeginn fertiggestellt sein“, sagt Wendt. Für die Restarbeiten müsse ein Gerüst aufgestellt werden. Dies könne aus Sicherheitsgründen erst in den Herbstferien geschehen. Diese Übergangslösung für etwa fünf Jahre – bis die Schule Am Wasserwerk in Burgdorf erweitert sein wird – kostet die Region 1,55 Millionen Euro.

Sobald die Wasserwerkschüler den einstöckigen Trakt der Prinzhornschule verlassen haben, kann die Stadt Burgdorf mit dessen Umbau beginnen. In den Trakt soll zum Schuljahresbeginn 2019/20 ein Jahrgang der IGS einziehen. Der Umbau ist laut Schulabteilung im Rathaus erforderlich, weil die Räume in diesem Gebäudeteil zu klein für IGS-Klassen sind.

Auf dem Gelände der Stötznerschule führen die Handwerker zurzeit noch Regie. Aber pünktlich zum Schuljahresbeginn können die Wasserwerkschüler in die Containeranlage einziehen.

Von Anette Wulf-Dettmer

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