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Wedemark Christiana Böttcher erhält Bundesverdienstkreuz
Umland Wedemark Christiana Böttcher erhält Bundesverdienstkreuz
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09:45 15.09.2018
Christiana Böttcher wird nach der Ordensverleihung von Regionspräsident Hauke Jagau (links) und Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski in die Mitte genommen. Quelle: Region Hannover (Sandra Fricke)
Brelingen

Die Brelingerin Christiana Böttcher darf nun das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – kurz Bundesverdienstkreuz – tragen. Am Freitag erhielt sie in einer Feierstunde im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier die hohe Auszeichnung aus den Händen von Regionspräsident Hauke Jagau. Diesen Orden gab es für die „besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl“, wie es in der Laudatio weiter hieß.

Christiana Böttcher hat sich 20 Jahre lang in der Kommunalpolitik engagiert. Sie war für die SPD von 1996 bis 2016 Mitglied des Ortsrates Brelingen. Dort hatte sie zudem von 2004 bis 2016 das Amt der Ortsbürgermeisterin inne, listete Jagau in der Feierstunde im Regionshaus in Hannover auf. Dabei habe sie stets ein offenes Ohr für die Belange und Anliegen der Bürger sowie der örtlichen Vereine gehabt, lobte der Regionspräsident. „Während ihrer Amtszeit hat Frau Böttcher sich nachdrücklich für die Verbesserung der Infrastruktur und Weiterentwicklung Brelingens eingesetzt.“ Unter anderem sei sie federführend an der Sanierung der Sporthalle und des Kindergartens, der Einrichtung der Kinderkrippe Lüttenbach sowie dem Ausbau der Horträume im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Martini beteiligt gewesen. „Auch hat sie sehr darauf hingewirkt, dass eine Querungshilfe auf der Hauptstraße gebaut wurde.“

Verdienste für das Dorf werden honoriert

Doch damit ist das Wirken für die Allgemeinheit noch lange nicht zu Ende. Die nun Geehrte war von 1996 bis 2007 und ab 2011 bis 2016 Mitglied im Rat der Gemeinde Wedemark in diversen Ausschüssen aktiv. Darüber hinaus vertrat sie als Abgeordnete von 2009 bis 2011 ihre Partei in der Regionsversammlung.

Neben ihrer kommunalpolitischen Arbeit hat sich Böttcher seit 1977 als aktives Mitglied des Schützenvereins Brelingen betätigt. Von 2011 bis 2013 übte sie das Amt der zweiten Vorsitzenden aus. Beim Kreisschützenverband Wedemark-Langenhagen hat sie zudem von 1998 bis 2013 als Schriftführerin und seit 2008 als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit fungiert. Inzwischen hat sie seit einem Jahr auch die Funktion der Kreisschützenmeisterin inne.

Darüber hinaus hat Christiana Böttcher die Zeit gefunden, sich seit April 2015 als ehrenamtliche Richterin beim Verwaltungsgericht Hannover zu engagieren, zählte der Regionspräsident weitere Ämter und Funktionen auf. „Die über Jahrzehnte geleistete ehrenamtliche Arbeit findet mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland die ihr gebührende Würdigung und Anerkennung“, meinte Jagau abschließend.

Zuhören können ist für Politiker wichtig

Bereits im vergangenen Jahr war die Brelingerin für ihre besonderen Verdienste um das Gemeinwohl mit der Ehrennadel der Gemeinde Wedemark ausgezeichnet worden. Bürgermeister Helge Zychlinski würdigte Christiana Böttcher als engagierte Bürgerin. Dabei erinnerte er daran, dass eine Kommune viel mehr sei als eine Verwaltungseinheit. Denn der Begriff „Kommune stammt von dem lateinischen Wort ,communis’, zu Deutsch ,gemeinschaftlich’“, erläuterte er. „Es sind die Menschen, es ist die Gemeinschaft, die mehr ist, mehr verbindet als die Postleitzahl.“ Dahinter verberge sich ein gegenseitiges Versprechen: „Sich miteinander verpflichtend umeinander und um das gemeinsame Lebensumfeld zu kümmern. An der Gesellschaft stetig mitzuarbeiten, sie weiterzubauen und aktiv mitzugestalten“, führte der Bürgermeister in seiner Laudatio im Regionshaus weiter aus. Und das funktioniere, „indem man zuhört, aufmerksam wird auf die Belange der einzelnen Bürger, Wünsche wahrnimmt, sich mit Kritik auseinandersetzt, Ideen weiterdenkt“, listete Zychlinski auf. Eine gute Kommunalpolitikerin zeichne sich dadurch aus, da zu sein, den Bürgern das Gefühl und die Sicherheit zu geben, zuzuhören, wenn sie sich mitteilen möchten. „So eine Kommunalpolitikerin, liebe Christiana, bist Du“, lobte er.

Von Sven Warnecke

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