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Wedemark Keine Dauerbeschallung auf dem Weihnachtsmarkt
Umland Wedemark Keine Dauerbeschallung auf dem Weihnachtsmarkt
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16:15 03.12.2018
Auch viele Wedemärker aus anderen Ortsteilen „pendeln“ gern zu dem alten Weihnachtsmarkt in Brelingen. Quelle: Ursula Kallenbach
Brelingen

Nicht ein Jahr Pause hat der Weihnachtsmarkt Brelingen in 35 Jahren eingelegt und ist immer weiter gewachsen. Nach dem 36. Markt rund um die St.-Martini-Kirche am ersten Advent ziehen die Organisatoren ein Fazit und bleiben bei ihren Hauptentscheidungen: kein Kinderkarussell und keine Dauerbeschallung aus Musikanlagen.

Stattdessen setzt die Kirchengemeinde, die den Weihnachtsmarkt organisiert, auf eine ruhige Atmosphäre mit Gottesdienst, Bläserauftritten und Musik in der Kirche. „Die Besucher finden es schön, dass man nicht nur Essen und Trinken bekommt“, sagte die Kirchenvorstandsvorsitzende und Hauptorganisatorin Marion Bernstorf am Montag auf Nachfrage. „Dass es kein Karussell gibt, ist eine Entscheidung des Kirchenvorstands. Wir wollen uns die adventliche Stimmung erhalten. Bei uns muss man nicht gegen Konservenmusik anplärren – das ist, was unsere Besonderheit ausmacht.“

Kostenlose Aktionen für Kinder

Alle Aktionen für Kinder würden zudem kostenfrei angeboten, sagte Bernstorf. Dazu gehören Vorlesestunden, Basteln oder Semmel backen und Bratäpfel garen im historischen Backhaus hinter der Kirche. Attraktion für die Erwachsenen ist jedesmal die Budenstadt rund um das Gotteshaus, diesmal waren 46 Verkaufsstände dabei. Viel Handwerkliches ist zu finden und wird von den Besuchern in der Vorweihnachtszeit gern gekauft. Auch Kunst gab es auf dem Weihnachtsmarkt: In einer Ausstellung zeigte die Brelinger Künstlerin Agata Malek in der Kirche ihre Zeichnungen.

Dass das Marktpublikum regelmäßig auch aus Langenhagen und Hannover nach Brelingen kommt, wissen die Organisatoren schon länger. Die Verkaufsstände sind zu einem Großteil von Brelingern besetzt, aber mittlerweile auch von Anbietern aus Isernhagen, Burgwedel und Langenhagen. „Wir werben gar nicht mehr“, sagte Bernstorf. „Die Interessenten rufen an, bis zum Vorabend noch.“

Die handgefertigten Unikate der schönsten Adventskalender hängen jetzt wieder in den Privathaushalten. Quelle: Ursula Kallenbach

Brelinger zeigen selbstgebastelte Kalender

In der Brelinger Mitte gegenüber der Kirche fanden die Besucher zeitgleich zum Weihnachtsmarkt am Sonntag jede Menge Anregungen, Adventskalender selbst ideenreich zu gestalten – und eine Ausstellung solcher Unikate. Brelinger zeigten ihre Bastelarbeiten im Rahmen der Aktion „Keks und Kunst“ – und nahmen sie anschließend wieder mit. „Wir können die Kalender nicht weiter zeigen. Sie sind ja zu Hause in Benutzung“, sagte am Tag danach die Vorsitzende des Kulturvereins Brelinger Mitte, Bettina Arasin. Aufgegessen seien auch alle Kekse oder zumindest weggekauft für die Vorweihnachtszeit. Entstanden waren sie in einem Workshop unter Anleitung von Ulla Baustian. Die Teilnehmer probierten dabei alte und neue Rezepte aus. Andere liebevoll gefüllte Kekstüten stammten aus Brelinger Privatküchen.

Von Ursula Kallenbach

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