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Wedemark Schuberts „Winterreise“ ist aktueller denn je
Umland Wedemark Schuberts „Winterreise“ ist aktueller denn je
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12:50 11.02.2019
Das Asambura-Ensemble präsentiert eine außergewöhnliche Neubearbeitung von Franz Schuberts "Winterreise". Quelle: Ghazaleh Ghazanfari (Privat)
Bissendorf

„Fremd bin ich eingezogen“ lautet am Sonnabend, 2. März, der Titel eines interkulturellen Konzerts in der Bissendorfer St. Michaeliskirche. Auf Einladung der Wedemärker Anja-Fichte-Stiftung präsentiert dabei das Asambura-Ensemble um 17 Uhr eine Interpretation von SchubertsWinterreise“.

Das Ensemble wurde 2013 in Hannover gegründet und vereint Musiker unterschiedlicher Nationalitäten und Stilrichtungen. Es präsentiert klassische Musik in Auseinandersetzung mit ostafrikanischen und arabischen Traditionen. Mit besonderen Instrumenten entsteht eine eigenwillig fremde und zugleich vertraute Klangwelt, teilt Pastor Thorsten Buck mit.

„Für das Konzert in der Michaeliskirche werden Schuberts Kunstlieder mit persischen Klängen in einen spannenden Dialog gebracht“, kündigt der Pastor an. Ungewohnte Stimmen im Orchester und in der Rezitation treffen auf die Themen, die Franz Schubert in seinem Liederzyklus angelegt hat – und werden hochaktuell. „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“, heißt es bei Schubert. Für Buck liefern Themen wie Flucht und Heimatlosigkeit einen „erschreckend aktuellen Bezug“ dieser künstlerischen Neubearbeitung von Maximilian Guth. Darin begegnen die Besucher einem Reisenden, einem Fremdling, einem Heimatlosen, einem unglücklich Verliebten, einem ziellos Umherziehenden im Spannungsfeld zwischen seinen Träumen und bitterer Wirklichkeit.

Yannick Spanier und Mehdi Saei stellen in der Veranstaltung Schuberts Liedern persische Gedichte gegenüber. Das Klangspektrum des Duos wird vom Asambura-Ensemble um westliches und persisches Instrumentarium erweitert und so ganz neu erlebbar gemacht.

Der Eintritt ist frei – die Künstler freuen sich über eine Spende nach eigenem Ermessen. Die Förderung durch die Anja-Fichte-Stiftung steht Bucks Angaben zufolge für das Versprechen eines musikalisch erlebnisreichen Konzertes. „Mit Blick auf die intensive Integrationsarbeit in unseren Räumlichkeiten freuen wir gerade über den interkulturellen Aspekt“, wirbt der Pastor.

Von Sven Warnecke

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