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Wedemark Heidefläche entsteht bis 2019
Umland Wedemark Heidefläche entsteht bis 2019
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00:31 12.06.2018
Lisel Köthe leitete die Führung und beantwortete Fragen. Quelle: Stephan Hartung
Resse

Die Wählergemeinschaft Wedemark-Resse (WWR) hatte am Sonnabend zu einem Informationsspaziergang eingeladen. „Und mit Lisel Köthe haben wir einen echten Profi gewinnen können“, sagt Jörg Woldenga, Vorsitzender der WWR. Und dabei bot Köthe, die sonst Gästeführerin der Gemeinde Wedemark ist und auch im Moorinformationszentrum (MoorIZ) informiert, sogar zwei Führungen in einer Veranstaltung: Sie berichtete nicht nur über die Pläne, wonach in Resse eine neue Heidefläche entstehen soll – die Expertin führte die etwa 20 Teilnehmer auch durch das Moor und berichtete mit ihrem beeindruckenden Fachwissen über Hoch- und Torfmoos sowie gesunde und ungenießbare Beeren, definierte außerdem die unterschiedlichen Pflanzenarten.

Zuletzt gab es Diskussion, was auf der gerodeten Fläche neben Sportplatz und Moorerlebnispfad passiert – und teilweise Irritationen. „Wir sind als Sportverein, genau wie unser Clubwirt, bereits angesprochen worden. Oft haben wir die Frage gehört, ob wir einen neuen Fußballplatz errichten wollen“, berichtet Andreas Ringat, der nicht nur Vorsitzender des SV Resse, sondern auch der Sprecher der WWR ist.

Fakt ist, dass hier eine Heidefläche entstehen soll. Die WWR unterstützt dies, hat für dieses Projekt aber nicht den Hut auf – finanziert es folglich auch nicht. Die Region Hannover hat eine Fläche von rund vier Hektar gekauft. Es handelt um ein EU-Programm für Renaturisierungen. 75 Prozent kommen aus europäischen Mitteln. Das Land Niedersachsen steuert einen Anteil von 20, die Region einen Anteil von fünf Prozent hinzu.

„Natürlich gibt es immer Kritik, wenn man Bäume herausreißt“, sagt Köthe. Sie verweist aber darauf, „dass es hier in den 30er Jahren auch keine Bäume gab, das war alles eine große Heidefläche“. So soll es nun in Zukunft auch wieder sein, Bäume werden nachwachsen, sagt Köthe.

Das Projekt ist Teil des sogenannten Moor-Life-Plus-Programms. Bis 2019 soll die Heidefläche entstehen. Bis dahin steht aber noch viel Arbeit an. „Der Boden muss noch ausgetauscht werden, noch sind zu viele Nährstoffe drin. Für die Heidefläche ist es aber wichtig, dass der Boden nährstoffarm ist“, wie die Expertin betont.

Im Moor-Life-Plus-Programm inkludiert ist auch eine 500 Meter lange Zuwegung für den Moorerlebnispfad. „Dadurch sollen Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, einen barrierefreien Zugang zum Moorerlebnispfad haben“, sagt Lisel Köthe. Und hier ist eine Fertigstellung für das kommende Jahr geplant. Jörg Woldenga zog ein positives Fazit der rund zweistündigen Führung. „Die Natur verändert sich ständig, so etwas könnte man demnach auch alle sechs Monate machen“, sagte der WWR-Vorsitzende.

Von Stephan Hartung

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