Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wedemark Naturfreunden fehlt der Vereinsnachwuchs
Umland Wedemark Naturfreunden fehlt der Vereinsnachwuchs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 11.07.2018
Wanderleiterin Ingrid Mehrmann (von links) schaut sich mit den Mitgliedern Dieter Töpelmann und Ingeborg Ohaus Fotos von früheren Wanderungen und Ausflügen an. Quelle: Kallenbach
Anzeige
Mellendorf

Fotoalben durchblättern - auch dazu war Zeit beim Sommerfest der Naturfreunde Wedemark am Sonnabend auf dem Vereinsgelände der Gartenfreunde Mellendorf. Dort betreiben die Naturfreunde seit 2011 ihr Vereinsheim in einer Gartenlaube; für größere Treffen und Feste wie dieses steht ihnen das Klubhaus der Kleingärtner zur Verfügung.

„In unserer Laube treffen wir uns immer sonnabends nach Bedarf für die Gartenpflege“, berichtete Ingrid Mehrmann. Rasen ist zu mähen, Hecke zu schneiden, die Hütte instand zu halten. „Danach gibt es ein gemütliches Frühstück. Das ist das Vereinsleben, das für die meisten von uns attraktiv ist.“ Auch zum Kartenspielen und Dart nutzen kleine Gruppen im Verein die Laube.

Als Wanderleiterin der Naturfreunde organisiert Mehrmann seit 15 Jahren noch deutlich mehr Bewegung für die Teilnehmer als um eine Hütte herum. Ihre etwa zwölf Kilometer weiten Wanderungen führten immer wieder in die Region und ins Land; gleichwohl lassen sich die Einschränkungen mittlerweile nicht mehr leugnen.

„Ich mache reine Seniorenwanderungen“, sagt Mehrmann. Wir sind ein Seniorenklub geworden, und das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern.“ Der Grund liege vielleicht nicht darin, dass jüngere Menschen nicht wandern wollten. „Es liegt an der Vereinsgebundenheit. Die Leute wissen nicht mehr, warum sie dazugehören sollen.“ Nur, wenn zusätzlich Segeln oder Bergsteigen bei den Naturfreunden angeboten werde, sei dies noch attraktiv. „Wer sonst überwiegend sportlich unterwegs sein will, geht in andere Vereine.“

So hat die Wanderleiterin das Programm vor allem auf das moderate Erholungswandern mit Pausen zugeschnitten. Zusätzlich dazu, und das kommt sehr gut an, hat sie einmal im Monat Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten im Köcher: Museumsbesuche in Hannover und der näheren Umgebung, Stadtteilerkundungen in Hannover oder Besuche in Nachbarkommunen, die noch einmal neu zu erkunden sich lohnt. „Zu diesen Ausflügen sind oft 15 bis 20 Interessierte dabei, die nicht mehr so gut zu Fuß sind“, schildert Mehrmann. Man gehe dann eine gute Stunde und kehre noch irgendwo ein. Höchstens eine Handvoll Plätze blieben jedesmal frei, erzählt die Organisatorin.

Gerade von diesen Ausflugsgästen, so ihre Erfahrung, sind viele auch in den Verein eingetreten. 49 Mitglieder zählen die Naturfreunde Wedemark aktuell, etwa 30 von ihnen sind bei Vereinsaktivitäten regelmäßig anzutreffen.

  

Von Ursula Kallenbach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Jüngere Nutzer sollen in der Jugendhalle der Gemeinde Wedemark gezielt mehr geschützten Raum bekommen. Es gibt neue Öffnungszeiten und neues Programm im August.

11.07.2018

Ein Feuer hatte Anfang Dezember das Haus von Laureen Rehse und Bastian Westmann komplett zerstört. Sieben Monate nach dem Brand feierte das Paar das Richtfest für ihr neues Zuhause.

09.07.2018

Den Tipp haben die Wedemärker Ermittler von Passanten erhalten: Die Polizei hat am Freitagmorgen in Bissendorf eine Outdoor-Plantage entdeckt und Marihuana-Pflanzen beschlagnahmt.

06.07.2018
Anzeige