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Nachrichten 800 Totholzstapel verbessern Seeufer
Umland Wedemark Nachrichten 800 Totholzstapel verbessern Seeufer
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00:21 28.03.2018
Von Ursula Kallenbach
Holger Machulla (rechts) und Biologe Thomas Klefoth (Mitte) sind mit den Helfern stolz auf das gemeinsame Werk. Quelle: privat
Meitze

Auch für Makrozoobenthoss sollen neue Lebensräume entstehen. Der Biologe Thomas Klefoth vom Anglerverband Niedersachsen (AVN) weiß, warum er diese Großaktion im größten See des in Niedersachsen laufenden Baggerseeprojekts in Meitze schon über Wochen begleitet. Für die Kleinlebewesen sind die dort in den Kiessee, ein Vereinsgewässer des Angelvereins (ASV) Neustadt am Rübenberge eingebrachten Totholzbündel die Eintrittskarte, sich an einem sicheren Platz niederzulassen. Und wo Kleinlebewesen einen Lebensraum finden, sind auf natürliche Weise auch für Fische und Vögel bessere Lebensbedingungen gegeben.

Dazu schufen die ehrenamtlichen Helfer des Angelvereins Neustadt (ASV) in tagelangen Einsätzen mit schwerem Gerät eine zusätzliche Flachwasserzone. Für tatkräftige Unterstützung dankte der Vorsitzende des ASV Neustadt, Holger Machulla, auch der Ortsfeuerwehr Neustadt, die dieses Umweltprojekt mit einigen Aktiven und einem Boot zum Abschluss brachten.

In Meitze wurden jetzt die letzten 65 zusammengebundenen Totholzstapel ans Wasser gefahren. Zuvor waren solche 350 Kilo schweren Holzbündel bereits an mehreren Uferstellen am Kiessee in Brelingen ins Wasser gelassen worden. Insgesamt ist damit jetzt die Menge von 800 dieser Totholzeinheiten im Rahmen des Baggerseeprojekts in mehreren Gewässern in Niedersachen ausgebracht, das entspricht rund 300 Tonnen Holzmasse.

Der Meitzer Angelsee ist ein vereinseigener See des Angelvereins, der in der Wedemark viele Mitglieder zählt. Damit ein so tiefgreifendes Vorhaben in der Natur auch langfristig sichergestellt ist, besteht das Bundesamt für Naturschutz bei den Seen in diesem Projektrahmen darauf, dass Eigentum vorliegt und nicht nur ein Pachtvertrag. Von der Wasserbehörde der Region Hannover in Abstimmung mit dem Naturschutz war die Genehmigung einzuholen; ein Planfeststellungsverfahren war außerdem erforderlich. 

„Baggersee“ heißt das Gemeinschaftsprojekt des Anglerverbandes Niedersachen mit dem Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und der TU Berlin. Niedersachsenweit sind 20 Angelvereine beteiligt. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert und läuft bis Mai 2022. „Wir wollen nachweisen, dass sich Schutz und Nutzung der Seen vereinbaren lassen“, verdeutlicht Klefoth. Bis der Nachweis erbracht ist, müsse noch viel weitere Umsetzungs- und Forschungsarbeit geleistet werden:

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