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Nachrichten Hospizberatung erhält Anlaufstelle im MGH
Umland Wedemark Nachrichten Hospizberatung erhält Anlaufstelle im MGH
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12:22 26.02.2018
Von Ursula Kallenbach
Ute Rodehorst (von links), Margarete Keiser, Ellen Reichelt und andere Hospizbegleiterinnen sind ab März regelmäßig im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf bei Leiter Daniel Diedrich zu Gast. Quelle: Kallenbach
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Mellendorf

Alle zwei Wochen donnerstags von 17 bis 19 Uhr werden in dem Haus am Gilborn 6 im Wechsel vier ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen Informationen anbieten. Der erste Termin, auf den die weiteren 14-tägig folgen, ist am Donnerstag, 8. März. „Wir wollen in der Wedemark präsent sein, das ist jetzt unser erstes Ansinnen“, verdeutlicht Ute Rodehorst, die in Burgwedel die ambulante Hospizarbeit für den gesamten Bereich hauptamtlich koordiniert. Träger ist die Diakonie des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen. Darüber hinaus finanziert sich der Hospizdienst zu einem Teil auch aus Spenden. Der Ambulante Hospizdienst begleitet in schwerer Krankheit und in der letzten Lebensphase.  

Die zwölf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die in der Wedemark die Begleitung Schwerkranker und Sterbender wie der pflegenden Angehörigen anbieten, leben ausnahmslos selbst vor Ort. „Es war uns deshalb ein Anliegen, jetzt hier eine Anlaufstelle zu haben“, verdeutlichte Margarete Keiser bei der Vorstellung des Projekts im MGH. „Unsere Arbeit ist viel zu wenig bekannt in der Gemeinde. Wir wollen auch deutlich machen: Wer ist das, der zu dieser Begleitung in die Wohnung kommt?“ Informationen zur hospizlichen Begleitung geben in der neuen Anlaufstelle im MGH Margarete Keiser, Ellen Reichelt, Bärbel Wille und Anke Jürgensen.

Sie sind ehrenamtliche Kräfte, die zur Sterbebegleitung ausgebildet wurden. „Die Ehrenamtlichen kommen nicht als Pflegekräfte, sondern als Mensch“, möchte Keiser verstanden wissen. Vertrauen aufzubauen zu den Kranken und den Angehörigen, sei sehr wichtig. „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit. Wir haben Zeit und bleiben bis zum Ende. Wir bleiben auch bei den Angehörigen, die manchmal während des Sterbeprozesses in Panik geraten“, sagt Ellen Reichelt. Oft bestehe der Kontakt zu den Angehörigen auch über den Tod des betreuten Kranken hinaus.

Anwesend zu sein, Gespräche zu führen, zuzuhören, auch kleine Hilfeleistungen gehören zur Begleitung. Dabei sind es manchmal vordringlich die Angehörigen, die das Gespräch mit der Hospizbegleitung suchen und brauchen, während der eine oder andere Kranke dies für sich ablehnt. „Grundsätzlich besuchen zuerst wir Koordinatorinnen die Betroffenen. Als Fachkräfte klären wir den Hilfebedarf ab und vermitteln die ehrenamtliche Begleitung“, erläutert Rodehorst. Sie ist ausgebildete Krankenschwester und Palliativfachkraft. Zwei Palliativ-Fachärzte in Burgwedel können hinzugezogen werden. Auf Wunsch der Angehörigen betreuen die Hospiz-Ehrenamtlichen auch Pflegefälle in Heimen.

Im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf seien damit jetzt Gruppen vom Beginn des Lebens bis zum Ende unter einem Dach - von der Geburtsvorbereitung bis zur Sterbebegleitung, betont MGH-Leiter Daniel Diedrich. Ihm ist es für die neu hinzukommende Anlaufstelle sehr wichtig, eine angemessene Atmosphäre zu schaffen.

Info: Die nächste Ausbildung zur Sterbebegleitung wird erst wieder 2019 angeboten. Die Koordinatorinnen in Burgwedel sind telefonisch unter (05139) 9703431 zu erreichen.

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