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Umland Wedemark Nachrichten Neue Bücherzelle öffnet rund um die Uhr
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00:15 04.01.2018
Von Ursula Kallenbach
Kerstin Becker (von links), Waltraud König und Ernst Theilmann laden ein, die Bücherzelle an der Wasserwerkstraße kostenfrei zu nutzen. Quelle: Kallenbach
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Elze

Geöffnet ist sie rund um die Uhr für jedermann. Der Verein Dorfbild Elze hat das Projekt in Gang gebracht, das der Vorsitzende Ernst Theilmann jetzt vor Ort vorgestellt hat. Zur Bücherzelle umgebaut wurde eine originale Telefonzelle der Telekom mit der bekannten Margenta-Farbe. „Wir haben die Telefonzelle für rund 500 Euro gekauft und von dem Unternehmen in Michendorf bei Potsdam auf einem Anhänger geholt“, berichtet Theilmann. Das Fundament dafür haben Vereinsaktive ebenfalls in Eigenregie gegossen, nachdem die Gemeinde Wedemark den Standort für gut befunden hatte.

Noch mehr ehrenamtliche Helfer will Theilmann unbedingt nennen: Beteiligt war auch Tim Scharlemann, der mit seinem Frontlader die Bücherbude zentimetergenau abgesetzt hat. Und für das Innenleben hat der Seniorchef der Tischlerei Bombeck, Jürgen Bombeck, ein standfestes Holzregal angefertigt.

Darin haben sich schon nach kurzer Zeit eine Menge Bücher angefunden – teils von Vereinsmitgliedern, teils aber auch von unbekannten Bücherfreunden hineingestellt. Und das ist das ganze Prinzip, wie es an der Bücherzelle zu lesen ist: „Bring ein Buch, nimm ein Buch, lies ein Buch." Freie Auswahl hat jeder Interessierte – ob er vorher ein Buch mitbringt oder nicht. „Es soll ein stetiger Bücherwechsel sein, eine offene Bibliothek und kostenfrei“, macht Theilmann deutlich.

Auf die Pflege der Bücher und Kontakt zu den Nutzern freuen sich jetzt Kerstin Becker und Waltraud König. Letztere hatte die Idee, für Elze ein Pendant zu den auch anderenorts in der Wedemark schon installierten Bücherwagen oder –schränken zu finden und zu betreiben. Falls also demnächst 100 Bücher in einem Schwung ankommen und sich in dem engen Raum stapeln – es wird kein Problem sein. Die beiden Vereinsfrauen kümmern sich ehrenamtlich darum und sichten auch genau, was sie in das Regal stellen – der freie Zugriff muss auch jugendfrei sein.

Jedenfalls ist die untere Etage des Regals, griffbereit für den Nachwuchs, regelmäßig mit Kinderbüchern bestückt. Und über die Kinder, so hoffen die Organisatoren, werden bald auch die Eltern, die Kinder bringen und holen, zu den Nutzern der Bücherzelle gehören.

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