Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Läuft BOS länger, ist Jugendkunstschule raus
Umland Wedemark Nachrichten Läuft BOS länger, ist Jugendkunstschule raus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:10 25.02.2018
Von Ursula Kallenbach
In diesem Gebäude am Gilborn arbeiten die BOS und das Mehrgenerationenhaus unter einem Dach. Quelle: Kallenbach
Anzeige
Mellendorf

Wie es mit der Berthold-Otto-Förderschule in Mellendorf (BOS) weitergeht, ist für Schüler, Lehrer und Eltern wieder offen. Die Schule selbst und zwei Ratsfraktionen fordern, wie berichtet, die Bestandsverlängerung der Förderschule Lernen über das bisher festgesetzte letzte Schuljahr 2021 hinaus.

Die Förderschulen Lernen sollen auslaufen - dies gilt bis dahin als der schulpolitisch gewollte Status in Niedersachsen auch für die BOS in Mellendorf. Hintergrund für die mittlerweile drei Anträge zur Bestandsverlängerung – von der Schule an die Gemeinde als Schulträger, von der FDP-Ratsfraktion wie von der CDU-Bündnis C-Gruppe an den Gemeinderat - ist ein positives Votum dafür in der Koalitionsvereinbarung von CDU und SPD im Land.

„Alle Diskussionen beruhen immer noch auf der Grundlage der Koalitionsvereinbarung, die keine rechtliche Bindung darstellt. Eine neue verbindliche Regelung gibt es noch nicht“, formuliert Sprecher Ewald Nagel die bisher zurückhaltende Position der Gemeinde auf Anfrage. Die Sachlage für die Gemeindeverwaltung habe sich insofern noch nicht verändert. Einen förmlichen Antwortbrief der Gemeinde an die BOS-Förderschule habe es nicht gegeben. „Die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier hat vielmehr die Gelegenheit genutzt, am Rande der Sitzung des Behindertenbeirates am 18. Januar ein intensives persönliches Gespräch mit der Schulleitung zu führen. Darin wurden die aktuellen Rechtsgrundlagen, und mögliche Entwicklungen besprochen“, erläutert Nagel. Tatsächlich sei davon auszugehen, dass es eine Änderung des Schulgesetzes geben könnte. „Der neue Gesetzentwurf hat einen wichtigen Ausschuss bereits passiert, mit einer Entscheidung des Landtages ist Ende Februar zu rechnen. Bevor wir keine neue Rechtsgrundlage haben, können wir auch nicht tätig werden.“ Die Verwaltung habe also bisher keine Veranlassung, eine Vorlage für die Ratspolitiker zu erarbeiten. Gleichwohl gebe es die Anträge dort.

Allerdings: Allein ein Ratsbeschluss in diesem Sinne wird nicht ausreichen, um automatisch eine Fortführung der Schule zu bewirken. Auch darauf weist der Gemeindesprecher hin. „Vorher müsste die Verwaltung eine Bedarfsabfrage bei Eltern von Förderkindern machen, ob sie bereit wären, ihre Kinder auf der Förderschule unterrichten zu lassen. Erst danach könnte die Verwaltung bei der Landesregierung einen Antrag auf Fortführung stellen", betont Nagel. Welche Eltern dann zu befragen wären, ist nicht geklärt. „Das hängt von der abschließenden Ausformulierung des Gesetzestextes ab. Diese erwarten wir Ende des Monats."

Sollte die Förderschule tatsächlich weitergeführt werden, befürchtet die Gemeinde in dem Gebäude am Gilborn dennoch keine Konflikte zwischen Schulbetrieb der BOS und den Aktivitäten im Mehrgenerationenhaus unter einem Dach. Die Zusammenarbeit gestalte sich bereits jetzt vorbildlich. Für die Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark werde für diesen Fall, das scheint aus Sicht der Kommune aber auch klar, im Gebäude kein Platz zu sein. Sie müsste dann „in ihrer alten Unterkunft verbleiben“, sagt Nagel. „Ein geeignetes anderes Quartier steht zurzeit nicht zur Verfügung.“

Damit müsste die Jugendkunstschule, die schon seit Jahren dringend ihr beengtes Domizil im alten Bademeisterhaus in Mellendorf gegen einen neuen Standort eintauschen möchte, erneut zurückstehen. Kunstschulleiter Bernd Tschirch hatte die Räumlichkeiten in dem Gebäude am Gilborn seit längerem im Blick und hat sie bereits besichtigt.

Rollenspiel, Lehrfilm, Gespräch und realitätsnah gestellte Situationen setzt die bundesweite Initiative Sicher-stark ein, um Kinder und Eltern vorbeugend in Gewaltabwehr zu schulen. Das haben 55 Kinder jetzt an der Grundschule Resse geprobt.

24.02.2018

Der Ortsrat Bissendorf gibt Geld auch an Gruppen und Vereine, die stark von Bissendorfern genutzt werden - nicht nur innerhalb des eigenen Ortes. Mit insgesamt 2730 Euro werden die Projekte in diesem Jahr gefördert.

Ursula Kallenbach 24.02.2018

Rechtsradikale Parolen an einer Trafostation in der Wedemärker Feldmark ziehen nun Ermittlungen des Staatsschutzes nach sich. Ein Elzer Paar hatte die Schmierereien beim Spaziergang entdeckt und Anzeige bei der Polizei Mellendorf erstattet.

Ursula Kallenbach 28.02.2018
Anzeige