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00:15 04.11.2017
Von Ursula Kallenbach
Ralf Geerken (hinten links) ist Gastgeber für dieses Treffen der Fischertechniker in Bennemühlen. Quelle: Kallenbach
Bennemühlen

Was da auf dem Tisch in der Gaststätte Beans in Bennemühlen liegt, steht und geht, wollen die Teilnehmer beim siebten Fischertechnik-Stammtisch fachmännisch sichten. Gastgeber ist wieder Ralf Geerken aus Negenborn – er steht für viele Wedemärker Besucher seit der zwei großen Ausstellungen im Richard-Brandt-Heimatmuseum und im Forum des Schulzentrums Mellendorf als Experte für das Hobby Fischertechnik. Aber Geerken schiebt Hermann in den Vordergrund. Der kleine Laufroboter hat noch einen etwas älteren Kollegen namens Hugo. „Sie stellen eine Reihe von Maschinen dar, die den Energieverbrauch bei verschiedenen Arten von Laufbewegungen deutlich machen“, erklärt der Erbauer. Er hat die beiden emsigen Roboter familiär nach seinem Großvater Hugo Hermann Fritz Geerken benannt, „der seines Zeichens vor etwa 100 Jahren Erfinder war“.

Geerken-Sohn Florian hat einen sogenannten Zwölfflächner oder auch Dodekaeder beigesteuert, der in farbcodierter Form die Zahlen 1 bis 12 enthält. Andere von dem 16-Jährigen erdachten Würfel sind Vierflächner, Sechsflächner (normaler Würfel) und ein Zwanzigflächner oder auch Ikosaeder. Nicht nur Jugendliche, auch Frauen lassen sich vom Fischertechnik-Virus infizieren, bestätigt der Gastgeber. Leider aber habe die Kollegin aus dem Norden, die sich zu der Runde angesagt hatte, just mit diesem Termin Schwierigkeiten gehabt.

Weiter geht es nach der Aufwärmphase am Tisch mit Selbstbau-Akkus und Motoren, dem eigentlichen Thema unter den Profis diesmal. Mitgebracht und ausgetauscht werden viele neue Ideen: ein neues Gehäuse eines mit Fischertechnik kompatiblen Akkus und ein fünfpoliger Sternmotor aus kleinen Elektro- und Dauermagneten „Der macht eine Idee deutlich, wie ein normaler Motor zu einem Generator werden kann“, übersetzt das Geerken für Nicht-Techniker. Eine ganze Palette von unterschiedlichen Würfeln, auch eine haltbare Nabenkonstruktion für ein größeres Wasserrad sind außerdem zu begutachten. Was soll ich mit einem Wasserrad? Kaum gedacht, bricht die sinnlose Frage schon gleich lautlos wieder zusammen angesichts der so elegant aufmarschierenden Exempel der Technik.

Eines ist den Experten in dieser Community gemeinsam: Allesamt hatten sie schon in früher Kindheit einen Baukasten von Fischertechnik unter dem Weihnachtsbaum liegen, und sie pflegen dieses Hobby bis heute. Zwei Mal im Jahr ruft der Stammtisch sie zusammen. „Das soll dem direkten Austausch untereinander dienen und eben nicht nur virtuell sein, wo man sich mit Bildern austauschen kann“, verdeutlicht Geerken. So sei die Verständigung über Bilder gerade einem der eifrigsten Mitglieder, Ingwer Carstens aus Wennigsen, verwehrt, der seinen ersten Kontakt zu dem einzigartigen Konstruktionssystem Ende der 1960er Jahre in der Blindenschule hatte.

Die nächsten Veranstaltungen sind nun geplant: der Stammtisch im April 2018, voraussichtlich wieder in der Gaststätte Beans Country in der Wedemark, sowie die nächste große Fischertechnik-„Nordconvention“ mit Ausstellung im Mai 2018 wieder im Forum des Schulzentrums Mellendorf. Die genauen Termine zu diesen Veranstaltungen werden öffentlich angekündigt.

Fragen beantwortet Ralf Geerken unter E-Mail ralf_geerken@yahoo.de, weitere Informationen sind nachzulesen auf der Internetseite www.ftcommunity.de.

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