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Keine Kameras an Bahn und Schulen

Wedemark Keine Kameras an Bahn und Schulen

Es soll de facto sicher bleiben in der bereits mehr als 30.000-Einwohner zählenden Gemeinde Wedemark. Eine lückenlose staatliche Überwachung mit Kameras an Bahnhöfen oder Autobahnzubringern lehnt Bürgermeister Helge Zychlinski indes ab.

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Verkehrsprobleme vor allem an Bahnübergängen geht die Gemeinde Wedemark jetzt gezielt an.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski lehnt eine lückenlose staatliche Kameraüberwachung - wie vielfach gefordert - ab. Das gilt auch für Schulen. Dagegen sprächen gute und wichtige datenschutzrechtliche Gründe, betont der Verwaltungschef.

In einem Rückblick auf 2017 und Ausblick auf das kommende Jahr kündigt Zychlinski indes an, gemeinsam mit der Polizei die präventiven Maßnahmen im Rahmen der rechtsstaatlichen Möglichkeiten weiter auszubauen. Dabei werde man verstärkt auf Präventionsprogramme setzen, „ohne eine Paranoia zu entwickeln“. Er werde sich „dafür einsetzen, dass wir in unserer schönen Gemeinde verstärkt aufeinander Acht geben, ohne eine Blockwart-Mentalität zu entwickeln“, macht Zychlinski deutlich.

Der Wedemärker Verwaltungschef führt an, dass den Erkenntnissen aus dem Polizeikommissariat Mellendorf zufolge das Kriminalitätslevel in der Wedemark im Vergleich zu anderen Kommunen in Niedersachsen sehr niedrig ist. Zahlen dazu hatte zuletzt der Leiter der Polizeidienststelle, Klaus Waschkewitz, im Rat der Gemeinde genannt. In ganz Niedersachen kommen demnach im Mittelwert der vergangenen fünf Jahre im Durchschnitt 7,1 Straftaten auf 100 Einwohner, in der Landeshauptstadt und der Region Hannover sind es zusammen etwa 10,3 - in der Wedemark indes lediglich 4,6 Straftaten. „Auch wenn jeder Einbruch oder jede Gewalterfahrung für die Betroffenen verständlicherweise eine katastrophale Erfahrung darstellt, und das Entsetzen und die Strahlkraft der Betroffenen groß ist, sollten wir uns vor Augen führen, dass es de facto bei uns sicher ist“, betont der Bürgermeister.

Die Verkehrssituation in der Wedemark zu verbessern, soll auch auf der Grundlage eines jüngst im Bürgerhaus in Bissendorf vorgestellten Verkehrskonzeptes 2018 verstärkt angegangen werden, stellt Zychlinski in Aussicht. Zu den Problemen werde die Gemeinde mit den Partnern von Land und Region sowie der Deutschen Bahn versuchen, Lösungen zu finden.

Damit auch der Jahresübergang an Silvester ohne große Schadensereignisse abläuft, informiert die Polizei überregional. Das Informationsblatt der Polizei kann kostenfrei im Internet heruntergeladen werden unter www.polizeiberatung.de/medienangebot/detail/225‐umgang‐mit‐silvesterfeuerwerk.

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