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Nachrichten Sonnenenergie einplanen mit Solar-Check
Umland Wedemark Nachrichten Sonnenenergie einplanen mit Solar-Check
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00:39 09.06.2018
Von Ursula Kallenbach
Ortsbürgermeister Jürgen Benk (zweiter von links) lässt sich gern auf eine Musterberatung mit Ralf Grewecke aus den Gemeindewerken Wedemark (von links), Ludwig Brokering, Energieberater für die Klimaschutzagentur Region Hannover, und Christoph Felten, dortiger Projektleiter, ein. Quelle: Kallenbach
Elze

Die Berater kommen ins Haus, informieren kostenfrei und unabhängig. Am Ende der Beratung hat der Hausbesitzer ein Protokoll in der Hand, wie er sein Haus energetisch auf einen guten Stand bringen kann, was es kostet, und was er davon hat. Vom 11. Juni bis zum 6. Juli können Wedemärker das Potenzial ihres Hauses speziell für eine Solarwärme- oder Photovoltaikanlage auf dem Dach prüfen lassen.

In diesem Zeitraum können sie sich für einen Solar-Check anmelden und einen Termin vereinbaren – die eigentliche Beratung kann in diesem Zeitraum, aber bei Bedarf auch später erfolgen. Sie bleibt in jedem Fall kostenfrei. Das Angebot machen die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover und die Gemeindewerke Wedemark gemeinsam, und das schon seit vielen Jahren. Die Solarenergieberatung dauert in der Regel eine Stunde. Hausbesitzer können sich telefonisch unter (0511) 22002288 oder im Internet auf www.solar-checks.de anmelden.

Das Dach des Einfamilienhauses in Elze, In der Horst 15, würde mit erwartbar guten Erträgen 24 Photovoltaik-Module auf einer Dachseite aufnehmen. Dann wäre auch noch Platz für Module der Solarthermie, hat der Energieberater Ludwig Brokering ermittelt. Bei Ortsbürgermeister Jürgen Benk war er gestern im Auftrag der Klimaschutzagentur Region Hannover zu einer Musterberatung vor Ort. 6100 Kilowattstunden ließen sich so jedes Jahr produzieren, rechnete der Berater vor. Bei einem Eigenverbrauch von rund 3300 Kilowattstunden des Eigentümers ließe sich der Überschuss noch ins Netz einspeisen. Rund 970 Euro wirtschaftlichen Vorteil bilanzierte der Berater, der in einer Stunde das Haus als Gesamtsystem auf Heizung, Stromverbräuche und Strom verbrauchende Geräte ansah.

Der Elzer Hausbesitzer hatte so gut wie alle technischen Informationen und Verbrauchsdaten zur Hand. Das sei bei den meisten Haushalten eher nicht der Fall, verriet der Projektleiter bei der Klimaschutzagentur, Christoph Felten. Er räumte ein, dass sich eine solche Wirtschaftlichkeitsberechnung des Energieberaters nicht auf einem Bierdeckel abbilden lasse. „Aber sie ist auch kein Hexenwerk.“

Der Umweltgedanke sei vorrangig, aber es müsse alles – Ökologie und Wirtschaftlichkeit - auch passen, summierte Benk. 3600 Kilogramm Kohlendioxid würde der Hauseigentümer mit einer solchen Solaranlage sparen, führte der Berater an. Benks eigene Rechnung ging vor allem davon aus, ob sich für ihn wie andere Hausbesitzer im Rentenalter eine solche Investition noch rentiere. Ungefähr 11.000 Euro standen im Raum bei dieser Beratung, aber auch die begleitenden Kosten der Wartung, Reparaturen und Absicherung in der Hausratsversicherung. Zudem sei auch noch der Fall abzuwarten, wann die alte Gasheizung gegen neue Brennwerttechnik ersetzt werden müsse. „Jede Heizung sollte so lange bleiben, bis sie hin ist“, das sei auch seine Philosophie, bestätigte Berater Brokering. Für den Fall, so Benk, wolle er dann neu nachdenken.

„Die unabhängigen Berater bei der Aktion Solar-Check informieren, sie missionieren nicht“, betonte Projektleiter Felten. Sie legten die Möglichkeiten der energetischen Erneuerung breit aus, und jeder Hausbesitzer könne auf das zurückkommen, was für ihn zum richtigen Zeitpunkt passe.

„Das war eine runde Sache“, bescheinigte Benk der Beratung. Seine persönliche Vorliebe wäre allerdings statt Photovoltaik-Elementen auf dem Dach „eine schönere Fassadenlösung mit Panels“. Nun hat er seine Mappe mit Informationen an der Hand. Sein nächster Schritt wäre dann erstmal in Richtung Gemeindewerke Wedemark, sagte Benk. Die Gemeindewerke sind seit Jahren im Rathaus erste Anlaufstelle vor Ort für alle Fragen energetischer Verbesserungen an Gebäuden, betonte Ralf Grewecke. „Bei uns läuft besonders die Heizungsoptimierung unter den TOP 3.“

Sonnenenergie vom Dach optimal nutzen

Zum öffentlichen Auftakt der Solar-Checks in der Wedemark informieren Experten am Mittwoch, 13. Juni, von 18 bis 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Bissendorf, Am Markt 1, über die Nutzung von Solarenergie sowie die Beratungs- und Förderangebote. Der Eintritt ist frei. Interessierte sind eingeladen, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Dabei sind auch Joachim Rose, Leiter des Fachbereichs Finanzen und Gebäudemanagement der Gemeinde Wedemark, und Christian Bruns, Geschäftsführer der Gemeindewerke Wedemark. Der Energieexperte Ludwig Brokering wird erläutern, wie Hausbesitzer die Sonnenenergie vom Dach optimal nutzen können und zeigt praktische Beispiele. Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur geht auf Beratungsangebote für Hauseigentümer, Eigentümergemeinschaften und Verwalter ein. Den Weg durch den Förderdschungel weist zum Abschluss Roland Pätzold von der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover; er erklärt, mit welchen finanziellen Zuschüssen bei Investitionen in Solartechnik zu rechnen ist. Gemeinsam stellen sich die Gemeinde, die Gemeindewerke und die Klimaschutzagentur auch im Forum des Schulzentrums Campus W bei der Wirtschaftsmesse Wedemark am 30. Juni und 1. Juli mit einem Infostand vor. 

Energieberater Ludwig Brokering informiert sich über das ganze Energiesystem des Hauses, auch den neu eingebauten Stromzähler. Quelle: Kallenbach

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