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Umland Wedemark Nachrichten Neue Pläne für ein altes Verkehrsproblem
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15:09 10.12.2017
Linksabbiegespur oder Kreisel: Für Autofahrer, die von der Landesstraße 190 ins Gewerbegebiet Bissendorf fahren wollen, plant die Gemeinde die Kreuzung neu. Quelle: Antje Bismark
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Wedemark

 Weniger Stau auf der Landesstraße 190 in Richtung Langenhagen: Das versprechen sich Polizei, Verwaltung und Politiker von einer Vereinbarung, die die Gemeinde Wedemark mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr noch in diesem Jahr abschließen möchte. Sie umfasst die Neugestaltung der Kreuzung zwischen Scherenbostel und Schlage-Ickhorst ins Gewerbegebiet Bissendorf und ermöglicht den Planungsbeginn im nächsten Jahr. 

Bei einem Besuch der FDP-Politiker Stefan Birkner, Vorsitzender der Landes-FDP und der Fraktion im Landtag, sowie Erik van der Vorm bei der Polizei betonten Wedemarks Polizeichef Klaus Waschkewitz und Peter Wengler, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, die Notwendigkeit, den Autoverkehr an dieser Kreuzung anders als bisher zu lenken. „Die Ampelphasen reichen nicht aus, dass genügend Autos abbiegen können und sich so kein Stau bildet“, sagte van der Vorm. Als Varianten diskutiert würden beispielsweise eine Linksabbiegespur ins Gewerbegebiet oder ein Kreisel, sagte er und erneuerte in der Runde die Forderung seiner Partei nach einem Verkehrskonzept für die gesamten Gemeinde.

Diese Einschätzung teilen auch Waschkewitz und Wengler: „Die vergangenen Tage haben wieder gezeigt, wie belastet die Straßen bei Staus auf den Autobahnen sind“, sagte der ESD-Leiter. Gleichwohl bleibe – trotz der höheren Verkehrsdichte – die Zahl der Unfälle auf gleichem Niveau. So registrierte die Polizei in 2016 insgesamt 693 Unfälle. „Bei fast jedem dritten handelt es sich um einen Wildunfall“, sagte Wengler. 

45 Prozent der Straftaten sind Diebstähle

Derzeit bearbeiten 41 Mitarbeiter im Kommissariat in Mellendorf die Unfälle und Straftaten. Das waren 1234 im Jahr 2016 – für dieses Jahr erwartet Waschkewitz einen leichten Anstieg. Etwa 45 Prozent der Delikte sind Diebstähle. „Das reicht vom Ladendiebstahl über gestohlene Fahrzeuge oder Autoteile bis hin zum Wohnungseinbruch“, umriss Waschkewitz die Bandbreite und ergänzte, dass die meisten Einbrüche – 114 im Jahr 2016 – von einer speziellen Ermittlungsgruppe in Burgdorf bearbeitet würden. 

Seinen Angaben zufolge lässt sich noch nicht absehen, wie sich die geplante Aufstockung der Polizei durch die neue Landesregierung auf das Kommisssariat auswirken wird. Fest stehe bislang nur, dass an der Wedemarkstraße künftig mehr Praktikanten arbeiten werden: „Die Zahl der Studenten steigt“, begründete Waschkewitz die Entwicklung. 

Von Antje Bismark

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