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Nachrichten Schlauchturm retten - erstmal Geld sammeln
Umland Wedemark Nachrichten Schlauchturm retten - erstmal Geld sammeln
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00:24 02.04.2018
Von Ursula Kallenbach
Mit dem Modell will der Arbeitskreis ab Ostern Geld sammeln für den Erhalt des Schlauchturms. Quelle: Kallenbach
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Wennebostel

Frühzeitig wollen Ortsrat und Vereine in Wennebostel für den Erhalt des alten Feuerwehr-Schlauchturms agieren. Noch ist er standfest, aber: Das Dorf will das gemeindliche Gebäude auf kommunalem Grundstück stärker als einen Teil seiner Geschichte in den Blick rücken. Mit Ostern beginnt eine Sammelaktion.

Ein zeitlicher Druck bestehe nicht zur Renovierung, betonte Ortsbürgermeister Hans-Joachim von Einem jetzt bei einem Ortstermin zum Auftakt der Gemeinschaftsaktion von Ortsrat, örtlichen Vereinen und Initiativen. Es müsse nicht ad hoc gehandelt werden, es sei keine Gefahr im Verzug. „Aber die Standfestigkeit wird über die Jahre nicht mehr gegeben sein. Je früher man anfängt, etwas zu tun, umso besser.“ So hatte der Ortsrat bereits beantragt, Geld in den Haushalt einzustellen. Aber nur darauf will sich die Dorfgemeinschaft nicht verlassen und hat nun eine eigene Spardose kreiert – ein Schlauchturm-Modell, gebaut von Manfred Hänisch. Bei allen künftigen Gelegenheiten, ob Tanztee, Chorsingen oder Müllsammelaktion soll der Sammelturm aufgestellt werden. Für eine Rundum-Instandsetzung wird mit Kosten von 30 000 Euro gerechnet.

Bis 2001 hängten die Feuerwehrleute in dem Holzturm an der Hugo-Riechers-Straße/Alter Postweg noch die alten Feuerwehrschläuche aus textilem Gewebe nach Einsätzen zum Trocknen auf; er wird jetzt nicht mehr genutzt. Wie alt das Gebäude ist, steht noch nicht fest und soll erkundet werden. Der Wennebosteler Turm ist, anders als der bereits „gerettete“ Schlauchturm in Meitze, nicht denkmalgeschützt. Das hölzerne Bauwerk ist aber aus Sicht von Ortsfeuerwehr, Vereinen und Dorfbewohnern charakteristisch für den Ort und die Feuerwehr von 1925 und daher erhaltenswert. Den kleinen gemauerten Anbau nutzt die Feuerwehr Wennebostel nach wie vor zum Abstellen von Gerätschaften.

Auch in Meitze hatte seinerzeit die Dorfgemeinschaft die entscheidende Arbeit geleistet, ausreichend Geld zusammenzubekommen. Ab 2012 kümmerte sich dort ein Aktionskreis um die Sanierung. Dabei mussten die Aktiven zunächst gegen die Gemeindeverwaltung ankämpfen, die den Schlauchturm umzulegen empfahl. Dass dies eine Fehleinschätzung war und die Standfestigkeit der Meitzer Bürger nicht berücksichtigte, räumte die Verwaltungsspitze später gerne ein; 2014 wurde gemeinsam in Harmonie die Sanierung des im Inneren instandgesetzte, außen nach Denkmalschutzkriterien erhaltene Gebäude gefeiert.

17 Monate hatte dort ein dörflicher Arbeitskreis alles dafür eingesetzt, um das Meitzer Wahrzeichen vor dem Abriss zu schützen. Dafür kamen letztlich mehr als 40 000 Euro zusammen, davon 20 000 von der Gemeinde Wedemark.

„Es geht uns nicht nur darum, dass das Gebäude erhalten wird. Es soll auch einer anderen Nutzung zugeführt werden“, betonte von Einem für den Wennebosteler Turm. Man könne dort sicherlich mehr Ortsgeschichte darstellen. Ein Arbeitskreis soll auch in Wennebostel die weiteren Aktivitäten organisieren und alle Vereine und Dorfbewohner für die Idee begeistern. Zur Finanzierung blickt der Ortsrat auch über den Tellerrand und hat beispielsweise EU-Zuschüsse über die LEADER-Region Meer und Moor mit den drei Partnern Gemeinde Wedemark, Stadt Neustadt am Rübenberge und Stadt Wunstorf im Blick.

Fotostrecke Wedemark: Schlauchturm retten - erstmal Geld sammeln

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