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02:42 05.03.2018
Von Ursula Kallenbach
Die Schülerfirma hilft vergesslichen Mitschülern mit Material aus. Quelle: Kallenbach
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Mellendorf

Erste große Pause am Freitag: An der Realschule Wedemark in Mellendorf öffnet die neu gegründete Schülerfirma ihre Tür - und das nun künftig an jedem Schultag ab 9.35 Uhr über die Pause. Neun Schüler halten in der Mediothek ein Sortiment von Schreibblöcken, Stiften, Tintenkillern und Radiergummis zum Verkauf bereit. Sie helfen damit ihren vergesslichen Mitschülern aus, die nicht alles dabei haben für den Unterricht. Und wenn außerdem kein Geld zur Hand ist, geben die Schüler-Mitarbeiter die Ware bis zum nächsten Tag auf Vertrauen heraus, versichern sie.

Gewinn erzielen soll die Firma nicht, auch wenn die Geschäftsidee im Jahrgang 2016/2017 als Aufgabe im Wirtschaftsunterricht entwickelt wurde. Aber die beiden Ideengeber Phillip Terbrack und Josephine Rauch wollten ihre guten Einfälle auch verwirklicht sehen. Dazu stießen sie bei den jüngeren Schülern das Projekt an, und nun läuft es. 300 Euro Startkapital hat der Schulförderverein für die ersten Wareneinkäufe vorgeschossen.

Die Schüler kaufen die Artikel des normalen Schulbedarfs im Facheinzelhandel in Mellendorf (Kaesler und von Hirschheydt) zum üblichen Preis ein und geben den Betrag in ihrem Verkaufsraum so weiter. Wirtschaftslehrerin Mona Roth und die Schulsozialarbeiterin Desirée Hofmann begleiten das Projekt, das ausdrücklich der Nachhaltigkeit verpflichtet ist. „Wir achten auf Recyclingpapier und wenig Umverpackung. Wichtig ist uns auch, dem Einzelhandel keine Konkurrenz zu machen“, betont Roth. Vielmehr wolle man die Geschäfte, die Schüler und Eltern gut beraten, so unterstützen.

Die Wirtschaftslehrerin der Schule ist für das Firmenkonzept zuständig – eine klare Organisation steckt in dem Laden. So sind Schüler mit mehr kalkulatorischen Vorlieben im Einkauf und der Buchführung aktiv, die Kreativen gestalten das Marketing, und die sozial-kommunikativen Teilhaber wissen, wie man Verkaufsgespräche führt. Auch das Logo auf der ausgehängten Preisliste stammt aus einer Schülerfeder.

Die Schülerfirma ist eine Schul-AG. Sich darin zu engagieren, geht mit einer Bemerkung in die Kopfnote zum Arbeitsverhalten im Zeugnis ein. „Es belegt ja auch, dass die Jungen und Mädchen teamfähig sind“, macht die Lehrerin deutlich. Und schließlich sei es ihre eigene Zeit, die diese Schüler einsetzen, betont die Konrektorin, Heike Heuer-Oelmann. Auf der anderen Seite ist für die vergesslichen Schüler, die sich auf die Schnelle noch Stifte und Blöcke kaufen können, die Firma eine doppelte Rettung: Sie können im Unterricht ordentlich mitarbeiten, und sie entgehen den gefürchteten „Materialstrichen“, die ab Nummer fünf dieser Vergesslichkeitsstriche an die Eltern gemeldet werden.

„Wir werden außerdem das Bronze-Zertifikat für die nachhaltige Firma beantragen“, kündigt die Wirtschaftslehrerin an. Dazu begleitet als Berater aus dem Kultusministerium Mathias Fuchs das Projekt, immerhin beauftragter Koordinator für nachhaltige Schülerfirmen im Land. Wie nachhaltig sich die Firma durch die Schuljahre halten wird? „Der Spaß an der Sache ist da, und so lange wird die Firma geführt“, sind sich die Pädagogen einig.

Die Preise sind die Einzelhandelspreise - verdienen will die Schülerfirma nicht. Quelle: Kallenbach

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