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Umland Wedemark Nachrichten Garnröllchen reihen sich zur Halskette
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00:47 20.04.2018
Von Ursula Kallenbach
Zu der Ausstellung mit Künstlerin Margit Tabel-Gerster (von links) bietet die Museumspädagogin Jeanette Mikonauschke Workshops für Kinder und Erwachsene an. Quelle: Kallenbach
Bissendorf

„So ein Haushalt gibt viel her, auch die Straße“, sagt Margit Tabel-Gerster. Unter ihren Händen geraten Alltagsgegenstände, Erinnerungsstücke und Fundsachen zu einzigartigen Schmuck-Kreationen. In der Sonderausstellung im Richard-Brandt-Museum in Bissendorf sind etwa 250 Stücke den einzelnen Themenbereichen des Heimatmuseums zugeordnet.

Die Hamburger Künstlerin ist Autodidaktin und damit das, wozu sie auch andere Erwachsene und Kinder animieren will. Mit mehr Humor die kleinen Dinge ergreifen und ihre Ästhetik sehen, lautet ihre Botschaft. Sie gestaltet aus Materialien jeder Art, schöpft aus Altbeständen an Perlen und Ketten, Knöpfen und Schrauben, funktioniert Kuchengabeln und Fingerhüte kreativ um, entnimmt der persönlichen Berufs- und Haushaltswelt das Alltägliche und schafft daraus Schmuckstücke wider das Wegwerfen. „Kleben, nageln, zusammenfügen: Je mehr man macht, umso mehr traut man sich zu“, gibt sie den Besuchern auf den Weg zum Selbertun.

So sind die in der Sonderausstellung gezeigten Objekte auch aus Materialien gearbeitet, wie sie im Museum zu finden sind und haben dort jeweils ihren Platz gefunden. Alte Taschenuhren reihen sich zu einer Halskette, ebenso ergeht es Gitarrensaiten, historischen Tonscherben oder Radiergummis aus der Abteilung Schule. Das Museumsteam hat die Schmuckobjekte dieser Sonderausstellung erstmals nach inhaltlichem Bezug auf das Heimatmuseum im Obergeschoss der Bibliothek und das Kavaliershaus mit Guter Stube und Geigenbauausstellung nebenan verteilt. Hier bestückt die Künstlerin - gelernt auch Fotografin, Bänkerin, Lehrerin und noch mehr - etwa 20 Themenbereiche. Insgesamt habe sie bislang 61 Themen erobert und 1500 Stücke angefertigt, berichtet Tabel-Gerster. Verkaufen geht für sie "auf keinen Fall". Wohl aber dürfen Besucher eigenen Kleinkrempel mitbringen, damit sie diesen verarbeite. Aber sie kommt nicht gleich dazu: "Die liegen in der Warteschleife".

Zur Sonderschau „Erhalten und Gestalten“ gibt die Museumspädagogin Jeanette Mikonauschke (alias Fine Funkelstein) Anleitung zum Nachmachen in drei Workshops für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in Begleitung von Erwachsenen. Der erste Termin ist am nächsten Sonntag, 22. April, es folgen die Sonntage 3. Juni und 26. August, jeweils von 15 bis 16.30 Uhr. Der 17. Juni ist für Erwachsene vorgesehen, ebenfalls 15 bis 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, aber Anmeldungen sind erforderlich. Geeignete Utensilien als Grundlage sollen mitgebracht werden. Anmeldungen unter E-Mail finefunkelsteyn@web.de.

Die Ausstellung im Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark, Gottfried-August-Bürger-Straße 3 in Bissendorf, ist bis 30. September immer sonntags während der Öffnungszeit von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Die Künstlerin ist am 6. Mai während des Ökomarktes (Öffnungszeit dann von 11 bis 18 Uhr) und am Schlusstag der Ausstellung anwesend und beantwortet Fragen zu ihrer Arbeit und Philosophie. Die Ausstellung ist außerdem an Himmelfahrt (10. Mai), an Pfingstmontag (21. Mai) sowie während des Bissendorfer Sonntags (23. September) von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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