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Umland Wedemark Nachrichten Politiker hadern mit Staus an Bahnübergängen
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00:54 01.03.2018
Von Ursula Kallenbach
Geschlossene Bahnschranken und stauender Verkehr bleiben neuralgische Punkte wie hier in Mellendorf. Quelle: Kallenbach
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Wedemark

Ungeduld bei vielen Ratspolitikern im Bau- und Planungsausschuss: Zum Verkehrskonzept für die Wedemark, das von einem Fachbüro in Hannover ausgearbeitet wurde, muss die Verwaltung weitere Schulaufgaben machen.

Erst haben die Gutachter des Ingenieurbüros aus Hannover die Gemeinde über die vereinbarte Zeit schmoren lassen, Vorschläge zu einem Verkehrskonzept Wedemark zu liefern. Dann schockierten Prioritäten darin – übergreifend den Radwegeverkehr in der Gemeinde auszubauen – die Kommunalpolitiker, die sich auf Straßen und Bahnübergänge fixiert hatten. Inzwischen hat die Verwaltung ergänzend nachgeliefert und wollte nun im Bau- und Planungsausschuss eben dies: Von 80 aufgeführten Punkten im Gutachten „sind wir auf 20 runter“, verdeutlichte der Leiter des Baufachbereichs der Gemeinde, Kay Petersen. Die Politik solle nun sagen, auf welche Themen sie den Fokus richten wolle.

Drei Punkte kristallisierten sich erneut in der Diskussion heraus, die sich ortsübergreifend auswirken und nach Überzeugung der Ausschussmitglieder nun von der Verwaltung weiter zu verfolgen sind: der Verkehrsfluss auf der L 190 – auch Umleitungsstrecke für die Autobahn - quer durch die Gemeinde, die Schrankenschließzeiten in den S-Bahn-Orten und der Alltagsradwegeverkehr. Mit den vielen weiteren, enger ortsbezogenen Fragestellungen aus dem Konzept sollen sich, so befand der Ausschuss, nun erst einmal die Ortsräte befassen. Ihnen ist dafür jetzt Zeit bis zu den Sommerferien gegeben.

Unabhängig vom Regions-Radwegenetz gehe es beim Alltags-Radwegekonzept für die Gemeinde um die Nahverbindungen innerhalb der Ortschaften, machte Petersen deutlich: Wie kommen die Menschen aus ihren Wohngebieten zu Schulen oder Sportplätzen? Die Grünen-Fraktion wollte die Kitas dazuzählen und lenkte den Blick auch darauf, dass solche Radwege für Radler mit Kinderanhängern nutzbar sein müssten. Dort liege der Bedarf und das Potenzial, den Autoverkehr zu reduzieren. All dies müsste auch in den Ortsräten bei der Planung neuer Wohngebiete mit berücksichtigt werden.

Bei einer Untersuchung der Problematik der Bahnübergänge plädierte die Verwaltung dafür, sich nun auf Mellendorf zu konzentrieren. „Mellendorf ist der am stärksten frequentierte, und es liegt objektiv die größte Belastung darauf“, argumentierte Petersen im Hinblick auf dort mehrere einmündende Straßen und Parkplatzausfahrten von Märkten. Es sei sinnvoll, dort ein Pilotprojekt zu planen, bekräftigte Oliver Schulz aus dem Bauamt. Die Ausschussvorsitzende Susanne Brakelmann, auch Ortsbürgermeisterin von Bissendorf, widersprach: In der Wedemark könne ein Bahnübergang nicht ohne die anderen gesehen werden. Für die FDP wollte Erik van der Vorm den Bahnübergang in Bissendorf als den kritischeren berücksichtigt wissen. Auch die Grünen kritisierten die Vorauswahl Mellendorf. Die Schrankenschließzeiten resultierten doch wesentlich aus zugverarbeitenden Signalen, verdeutlichte Lucka. Für die CDU forderte Joachim von Einem wie vorher auch der FDP-Fraktionschef, dass konkrete Untersuchungen angestrebt werden müssten zu den Schließzeiten.

Ein umfassendes Mobilitätskonzept für alle Verkehrsteilnehmer solle die Gemeinde entwickeln, hatte das Planungsbüro SHP Ingenieure außerdem gefordert. „Dies würde uns ein weiteres Jahr kosten, auf der abstrakten Ebene zu diskutieren“, hielt Petersen dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Lucka entgegen, der darauf zurückkam. Er wolle sich aber das Mobilitätskonzept ansehen das SHP zurzeit für Garbsen erstelle, versprach der Baufachbereichsleiter und nannte gleich die Kosten dort: 70 000 Euro.

In der Gemeinde Wedemark hängen die weiteren Kosten nach Auskunft der Verwaltung davon ab, welche Schwerpunkte gesetzt werden; sie seien daher noch nicht zu beziffern. Bei der Haushaltsplanung 2018 wurden 20 000 Euro für die weitere Bearbeitung des Verkehrskonzeptes als Planungskosten veranschlagt.

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