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Nachrichten Dachstuhlbrand: Die Kripo ermittelt nun
Umland Wedemark Nachrichten Dachstuhlbrand: Die Kripo ermittelt nun
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14:20 22.02.2018
Von Ursula Kallenbach
Am frühen Morgen gehen mehrere Feuerwehren gegen den Dachstuhlbrand in dem Einfamilienhaus mitten in Mellendorf vor. Quelle: Kallenbach
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Mellendorf

Auf circa 200.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, den ein Brand im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses in Mellendorf am Sonnabend angerichtet hat. Der Hauseigentümer hatte die Rauchentwicklung selbst bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Der 46-Jährige kam mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Das Haus ist nicht derzeit mehr bewohnbar. Die Flammen zerstörten weite Teile des Dachstuhls, durch Löschwasser ist darüber hinaus das gesamte Haus in Mitleidenschaft gezogen worden, wie die Polizeidirektion Hannover am Sonntag mitteilte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen; die Brandermittler aus Hannover werden den Ort des Geschehens in den nächsten Tagen untersuchen, teilte ein Behördensprecher weiter mit.

Zwölf Feuerwehrfahrzeuge, Drehleiter und 80 Einsatzkräfte waren am Sonnabendmorgen  an der Ermlandstraße mitten im Ort zur Stelle. Die Feuerwehren Mellendorf, Hellendorf, Brelingen, Wennebostel, Meitze und Bissendorf waren alarmiert oder Teile noch nachgefordert, um den Brand dort im dicht bebauten Wohngebiet frühestmöglich zu bekämpfen. Dies gelang offenbar vorbildlich: Denn um 08.15 Uhr waren die ersten Feuerwehren durch die Regionsleitstelle alarmiert worden - und schon um 8.43 Uhr konnte Einsatzleiter Cord Hanebuth die Rückmeldung „Feuer unter Kontrolle“ zur Regionsleitstelle durchgeben.

Dazu wirkten auch einige gute Umstände zusammen. Der Hauseigentümer hatte sich gegen 7.40 Uhr mit seinen Hunden vor das Haus begeben, als er im Bereich seines Daches eine Rauchentwicklung wahrnahm. Er stieg darauf ins Dachgeschoss des Hauses, stellte Feuerschein und Rauch fest und rief die Feuerwehr. Auch die Polizei Mellendorf nahm fast zeitgleich den Rauch wahr. Aus dem benachbarten Polizeigebäude mit Fenstern zur Ermlandstraße hatten Beamte den aufsteigenden Rauch gesehen. So konnte die Polizei umgehend die Straße auf der Höhe des Brandortes sperren. Die Einsatzkräfte stellten damit sicher, dass die Geschädigten und die Nachbarn nicht gefährdet wurden. Zudem, dass keine Schaulustigen den Feuerwehreinsatz im abgesperrten Bereich störten.

Als die ersten Einsatzkräfte um 8.22 Uhr eintrafen – sieben Minuten nach der zentralen Alarmierung -, war insofern der Einsatzbereich für die Feuerwehren von der Polizei schon vorbereitet. Damit ist die Zuständigkeit der Polizei Mellendorf für das Ereignis aber auch beendet: Die Brandbekämpfung liegt bei den Feuerwehren - die Aufklärung der Brandursachen wiederum übergibt die Polizei Mellendorf den Brandermittlern der Polizeidirektion Hannover.

Mit dem raschen Erfolg der Löscharbeiten zeigte sich auch Feuerwehrsprecher Carsten Bohlmann noch vor Ort zufrieden. Die Brandbekämpfung über jeweils zwei C-Rohre im Innern des Hauses und zwei von außen griff schnell. Im weiteren Einsatzverlauf wurde das Wohnhaus durch den Energieversorger stromlos geschaltet. Gleichwohl erforderten die zeitaufwendigen Nachlöscharbeiten Bohlmann zufolge noch die Nachalarmierung zusätzlicher Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Meitze und Bissendorf.

 Nun haben die Brandexperten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Sie werden in den nächsten Tagen das Objekt in Mellendorf aufsuchen. 

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