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00:15 24.04.2017
Mühlenfans aus der Wedemark würden die Abbenser Mühle gern auf ein anderes Grundstück umsetzen und sanieren. Quelle: Roman Rose
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Wedemark

Ziel sei es, dann einen Verein zu gründen, der diese Aufgabe schultert, berichteten Mühlenbautechniker Rüdiger Hagen aus Brelingen und Heike Süring aus Abbensen. Beide sind auch an der Sonderausstellung zu den Wedemärker Mühlen beteiligt, die am Sonnabend um 14 Uhr im Heimatmuseum in Bissendorf eröffnet wird. Der Erhalt der Abbenser Mühle war nicht zuletzt der Ausgangspunkt des Heimatmuseums, diesem Themenfeld eine Sonderschau zu widmen.

Um bei der Rettung weiterzukommen, sind Hagen und Süring nun konkret auf der Suche nach einer neuen Fläche. Sie stellen sich ein Grundstück von etwa 3000 Quadratmeter vor, damit auch Platz für Feiern und Lagermöglichkeiten sei. Gegebenenfalls sollte ein Hügel aufzuschütten sein. Denn soviel ist nach den schon Jahre währenden Bemühungen um das Objekt klar: Die derzeitigen Besitzer wollten das aktuelle Mühlengrundstück nicht für die Mühlenrettung verkaufen, berichteten Hagen und Süring, deshalb brauche man ein anderes, wenn man das Bauwerk vor dem Abriss retten wolle. Dieser drohe spätestens im Herbst.

Das Problem für die Mühlenfans ist, dass die Mühle seit Jahren marode ist und dringend angefasst werden müsste. Sie ist rundherum mit rotem Flatterband abgesperrt, Schilder verbieten das Betreten des Grundstücks, der Kopf ist provisorisch abgestützt. Die Mühle steht auf einem Privatgrundstück; seit Jahren sind die Untere Denkmalpflege der Gemeinde und die Bauaufsicht vornehmlich mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt. Bemühungen, vor Ort einen Mühlenverein zu gründen, sind bisher nicht vorangekommen.

„Unser größtes Interesse wäre zwar, die Mühle dort zu erhalten, sie ist für viele Abbenser das Herzstück des Dorfes, auch wenn sie etwas am Rande liegt“, sagt Heike Süring. Doch wenn das nicht gehe, müsse ein anderes her. Ganz ohne Grundstück sei eine Vereinsgründung aber praktisch aussichtslos, weil dann die Perspektive fehle – so beißt sich die Katze in den Schwanz.

Einen möglichen Partner für ein Grundstück, den Realverband, hatten sie nach eigenen Worten schon angesprochen, allerdings ohne Erfolg. Sie hoffen nun, dass der neue Aufruf irgendwo in der Wedemark Resonanz bringt zu tragbaren Konditionen. Mit Grundstück im Rücken stellen sich die Initiatoren vor, Geld einzuwerben, sei es im Programm LEADER der EU, über den Denkmalschutz und/oder private Sponsoren. Denn die Pläne sind ambitioniert: Allein für den Wiederaufbau der letzten überhaupt restaurierbaren Wedemärker Mühle veranschlagt Hagen etwa 450.000 Euro.

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