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Nachrichten Polizei hat schwere Unfallfluchten im Visier
Umland Wedemark Nachrichten Polizei hat schwere Unfallfluchten im Visier
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00:41 25.03.2018
Von Ursula Kallenbach
Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz (links) und der scheidende Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Peter Wengler, legen die Verkehrsunfallstatistik vor. Quelle: Kallenbach

Nur geringfügig haben die Unfallzahlen im Bereich der Wedemark von 2016 auf 2017 zugelegt. Das zeigt ein Vergleich der Verkehrsunfallstatistik der Polizei. Doch bei genauerem Hinsehen erschließt sich auch: Seit 2013 steigen die Zahlen kontinuierlich an. Ein Schwerpunkt sind Unfallfluchten.

Einen tödlichen Unfall mussten die Polizeibeamten 2017 nicht aufnehmen, dagegen 2016 drei. „Glück gehabt“, sagen Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz und sein scheidender Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Peter Wengler am Donnerstag bei der Präsentation der Statistik. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 708 Unfälle gegenüber 693 im Jahr davor. Auch blieb die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten nahezu unverändert (2016: 71, 2017: 72). Dabei zogen sich 95 Menschen leichte Verletzungen zu (2016: 90).

Mit 15 bei Verkehrsunfällen schwer verletzten Beteiligten im Jahr 2017 hat sich die Zahl um einen Verletzten leicht erhöht. Dabei wiesen die Polizeibeamten wieder auf die korrekte Lesart solcher Polizeistatistik hin: Als Schwerverletzter gilt schon ein Unfallopfer, das länger als 24 Stunden stationär im Krankenhaus verbleibt. Andere erleiden schwere Kopfverletzungen oder andere lebensbedrohliche Zustände aus Unfällen, und sie gehen gleichermaßen in die Statistik ein.

Für Wengler, der in den Ruhestand geht, war dies der letzte Bericht zur Unfallstatistik in der Wedemark. Am 9. April tritt sein Nachfolger Peter Trinks die Stelle an. Der Hauptkommissar hat dazu einen Blick zurück auf das Jahr 2013 geworfen, und der beleuchtet gleichwohl den kontinuierlichen Anstieg der Verkehrsunfallzahlen. „2013 hatten wir 570 Unfälle, jetzt sind es 708“, verdeutlichte Wengler. Gründe seien vielfältig, wenn auch nur gefühlt und nicht belegt: mehr Verkehr, viele Firmenwagen, ein höheres Anzeigeverhalten von Geschädigten - möglicherweise aus Versicherungsgründen.

Von den 708 Unfällen wurden 423, das entspricht 60 Prozent, im vereinfachten Verfahren vor Ort abgewickelt. „Die enthaltenen Verkehrsverstöße werden abschließend von der Polizei vor Ort oder von der Bußgeldstelle geahndet“, berichtete Wengler. Die Unfälle geschahen zu rund 60 Prozent innerhalb der Ortschaften. Außerorts zögen sie wegen der höheren Geschwindigkeit häufig schwerere Folgen nach sich. Unter den Hauptunfallursachen finden sich Vorfahrtverletzungen und Abstandsunterschreitungen, das Stichwort „Unachtsamkeit“ umschreibt sehr häufig Handynutzung während der Fahrt, was der Polizei zufolge aber schwer zu beweisen ist.

Als neuralgischen Punkt bezeichnete Waschkewitz weiterhin die Wedemarkstraße mit Bahnübergang in Mellendorf. „Wir sind die Leidtragenden der Autobahnumleitungen“, machte er deutlich. Als offizielle Unfallhäufungsstelle in der Wedemark werde voraussichtlich die Kreuzung Hartmannshof/Landesstraße 190 in Mellendorf zu betrachten sein. Die Zahlen dazu würden voraussichtlich im Mai von der Polizeiinspektion Burgdorf geliefert.

Unfallfluchten, das machten Waschkewitz und Wengler sehr deutlich, seien eine Straftat. 149 Autofahrer entfernten sich 2017 unerlaubt von der Unfallstelle. Aufgeklärt wurden 57 Taten (38 Prozent). Die Aufklärungsquote der Polizei bei den Parkplatzremplern, so Waschkewitz, steige aber. „Die Spurensicherung am Unfallort wird mit Akribie gemacht“, betonte er.

Der Anteil an Unfällen mit Wild liegt seit 2015 um 27 Prozent (2017: 27,82 Prozent). 197 Mal kam es zwischen Autofahrern und über die Straße laufendem Wild, meist Rehen, zu Kollisionen. „Wenn die Autofahrer sich bewusster auf diese Situation einstellen würden, könnten die Unfälle häufiger vermieden werden“, mahnte Wengler.

Einen solchen Einsatz hat die Bissendorfer Feuerwehr auch nicht alle Tage. In einem Einfamilienhaus tropft es von oben bis unten. Im Keller steht das Wasser 50 Zentimeter hoch.

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