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Umland Wedemark Nachrichten Scharfe Munition liegt im Wald herum
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19:18 04.02.2013
Von Friedel Bernstorf
Polizeioberkommissar Thomas Lesemann hat die Patronen gezählt. 897 Stück liegen vor ihm auf dem Tisch. Quelle: Friedrich Bernstorf
Wedemark

Der Hund des Spaziergängers schlug am Sonntagmittag in dem Waldstück westlich der Autobahn A352 in der Nähe des Weges An der Wietze an, als er auf einen gelben Wertstoffsack des Abfallentsorgungsbetriebes aha gestoßen war. Als der Mann genauer nachsah, entdeckte er die Munition.

Polizeioberkommissar Thomas Lesemann vom Kommissariat in Mellendorf, der in diesem Fall wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, geht davon aus, dass der Wertstoffsack mit den 897 Patronen dort bereits längere Zeit gelegen hat. „Das Kunststoffmaterial des Sackes hatte sich bereits teilweise zersetzt“, sagte Lesemann am Montag. Die Patronen waren so abgelegt, dass sie nur von jemandem gefunden werden konnten, der in dem Waldstück unterwegs war.

Bei den Patronen handelt es sich um 358 Stück des Kalibers neun Millimeter für Pistolen und um 310 Stück für Revolver. Außerdem befanden sich 215 Platzpatronen und drei scharfe Gewehrpatronen in dem Plastiksack. Für die Ermittler ist offen, ob jemand durch Zufall beispielsweise beim Aufräumen auf die Munition gestoßen ist oder aber diese über einen längeren Zeitraum gesammelt hat, ohne im Besitz einer Waffenbesitzkarte zu sein.

Wie Thomas Lesemann sagte, holt die Polizei bei Bedarf Waffen und Munition bei Besitzern ab. Wer keine Waffenbesitzkarte hat, darf Waffen und Munition nicht transportieren, auch nicht zur Polizei. Wenn jemand Waffen oder Munition im Haus findet, sollte er die Polizei informieren. In einem solchen Fall muss kein Strafverfahren befürchtet werden, wenn nachvollziehbar erklärt werden kann, woher die Gegenstände stammen. „Wer Munition legal besitzen darf, kann sie auch legal entsorgen“, sagte Polizeisprecherin Andrea Flohr am Montag.

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