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00:26 03.06.2018
Erinnerung an ein früheres sommerliches Treffen: Anna Beckmann (hinten am Kopfende des Tisches) mit Vereinsaktiven. Quelle: privat
Mellendorf

Zehn Jahre besteht der gemeinnützige Verein Senioren Engel Wedemark. Den Erfolg und das Durchhaltevermögen nach schwierigen Anfängen wollen Vorstand, Betreute und Betreuerinnen mit Gästen aus Politik und Verwaltung am Sonnabend, 9. Juni, im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf feiern. Jeder, der sich für die Arbeit der Seniorenengel interessiert, ist ebenfalls eingeladen.

Der Verein Senioren Engel Wedemark wurde am 4. Juni. 2008 gegründet. Auf die Fahnen schrieb er sich das Projekt Gut betreut im Alter. „Die ersten Ideen dazu wurden geboren, als am 11. Juni 2007 der damalige Bürgermeister Tjark Bartels das Bündnis für Familie ins Leben gerufen hatte, um etwas für Senioren und Menschen mit Behinderungen zu tun“, erinnert sich die Initiatorin Anna Beckmann aus Abbensen. „Es stellte sich in vielen Zusammenkünften heraus, dass nur durch die Gründung eines Vereins die Ideen und das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden konnte.“

Die Kommunalpolitiker reagierten mit großem Interesse, aber eine Satzung zur Vereinsgründung musste noch notariell dingfest gemacht werden - dann war es mit der Gründungssitzung für den Verein Senioren Engel Wedemark in Abbensen so weit. „Die Schwangerschaft hatte etwas länger gedauert, aber es war eine schöne Geburt“, sagt rückblickend Beckmann als Organisatorin und Vorsitzende des Vereins mit einem Augenzwickern. Das von ihr skizzierte Bild kommt nicht von ungefähr: Sie hat als Hebamme über lange Jahre schon vielen Kindern auf die Welt geholfen.

14 Gründungsmitglieder begleiteten den Beginn – damals fünf Vorsitzende, zwei Kassenprüferinnen und sieben Beisitzende. Die Gemeinnützigkeit wurde dem Verein erstmals am 14.Juni 2008 vom Finanzamt Burgdorf bescheinigt. „Die Gemeinnützigkeit war dem Vorstand und allen Mitschaffenden von Anfang an sehr wichtig“, erklärt Beckmann. „Es bedeutet, dass Gelder, die aus Spenden und den einmaligen Aufnahmegebühren der Mitglieder zusammenkommen, nur für hilfebedürftige Menschen zu verwenden sind, die wir betreuen. So können und sollen Menschen, die oftmals im Alter nach einem Leben voll Arbeit und Entbehrungen finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, unsere Hilfe in Anspruch nehmen, denn die Betreuungsgebühren werden dann vom Verein getragen.“ Eingetragen wurde der Verein bereits knapp einen Monat nach der Gründung vom Amtsgericht Hannover.

Es folgte die Suche nach Betreuern, die sich um die Senioren kümmern sollten. Eine zunächst angedachte Grundlagenfinanzierung durch die Gemeinde, ähnlich dem Vorbild der Tagesmütter, konnte der Verein seinerzeit nicht durchsetzen. „Wir mussten uns andere Finanzierungsmöglichkeiten überlegen. Dass unsere ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer auch eine Aufwandsentschädigung erhalten sollten, ist nicht mehr als ein Beitrag zum sozialen Gleichgewicht in unserer heutigen Gesellschaft. Ohne diese Bezahlung wäre kaum jemand in diese regelrechte Arbeit eingestiegen“, verdeutlicht Beckmann. „Die Betreuung alter, kranker oder an Demenz erkrankter Menschen ist nicht immer einfach, aber eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe und nicht nur ein bisschen Kaffeetrinken, auch wenn die Arbeit als ehrenamtliche Aufgabe gekennzeichnet wird.“

Viele Interessierte hätten sich immer wieder gemeldet, aber ein ständiger Bedarf an Betreuern ist geblieben. Aktuell sind 22 Aktive für etwa 35 Hilfebedürftige im Einsatz. „Noch jetzt sind einige aus den Anfangszeiten dabei, die sich unermüdlich um ihre Betreuten liebevoll und mit großem Engagement kümmern und sich einsetzen“, betont die Vorsitzende. Die Anzahl der zu Betreuenden ändere sich naturgegeben ständig.

Nun wollen der alte und der jetzige Vorstand, Betreuerinnen, Betreute und Gäste am Sonnabend, 9. Juni, von 14 bis 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Gebäude Berthold-Otto-Schule) am Gilborn 6 in Mellendorf feiern. Interessierte an der Arbeit des Vereins sind herzlich eingeladen. Informationen gibt Anna Beckmann unter der Telefonnummer (05072) 1832 oder per E-Mail an a-beckmann@htp-tel.de.

Von Ursula KIallenbach

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