Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Volkmar Biesalski verabschiedet
Umland Wedemark Nachrichten Volkmar Biesalski verabschiedet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 26.02.2015
Andreas Weiner (rechts) überreicht seinem Vorgänger Volkmar Biesalski ein Trikot von Hannover 96 als Abschiedsgeschenk. Quelle: Hartung
Wedemark

Irgendwann waren ihm die vielen Lobreden unangenehm. „Nun hört endlich auf und lasst uns das Büfett eröffnen“, sagte Volkmar Biesalski mit einem Augenzwinkern. „Ich bin heute nur Gast hier.“ Diese Aussage stimmte sogar. Denn seit der Vorstandswahl der Henstorf-Stiftung Ende Januar ist er nicht mehr deren Vorsitzender. Wer aber der Stiftung seit 32 Jahren angehört und ihr davon 20 Jahre vorsteht, ist natürlich die Hauptperson des Abends.

Sein Nachfolger, Andreas ­Weiner, lobte und würdigte die ­Arbeit von Biesalski. „Er war der Manager der Stiftung, die unter seiner Leitung ein öffentliches Gesicht bekommen hat“, sagte Weiner. Und seiner Meinung nach war Biesalski nicht nur Manager, sondern auch Spielmacher. Der Nachfolger schenkte dem Vorgänger zum Abschied ein Trikot von ­Hannover 96 mit der Rückennummer 10, die im Fußball traditionell die Mittelfeldstrategen tragen. Biesalski ist großer 96-Fan. „Vielleicht ziehe ich das Trikot schon am Sonnabend beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart an“, sagte er deshalb gleich. Außer ihm wurde auch Susanne Brakelmann aus dem Vorstand verabschiedet. Auf sie folgt Susanne Kopp.

Für Volkmar Biesalski war nach so vielen Jahren nun die Zeit gekommen, Schluss zu machen. „20 Jahre Vorsitz sind schon heftig. Ich habe die Arbeit immer gern gemacht. Aber ich wohne seit 14 Tagen in Bennemühlen, darf also laut Satzung nicht mehr in der Stiftung tätig sein.“ Der 59-Jährige erinnerte sich noch gut an die Anfänge. „Ich war der Stellvertreter von Dieter Mysegades - und plötzlich schon sein Nachfolger.“ Nach der plötzlichen Erkrankung von Mysegades übernahm ­Biesalski dessen Amt 1995 zunächst kommissarisch, ein Jahr später dann offiziell.

Für Volkmar Biesalski ist 2015 ohnehin das Jahr der Abschiede. Im September endet für ihn ein langjähriges berufliches Kapitel. Dann geht der Pastor der St.-Michaelis-Kirchengemeinde Bissendorf in Ruhestand. Als Pastor hat er im September 1983 angefangen, fast zeitgleich mit seinem Eintritt in die Henstorf-Stiftung.

von Stephan Hartung

Das ist die Henstorf-Stiftung

Für Einrichtungen, Vereine oder Einzelpersonen

Die Henstorf-Stiftung gibt es seit dem Jahr 1953, sie geht zurück auf das Bissendorfer Ehepaar Heinrich (1859 – 1953) und Hedwig (1877 – 1960) Henstorf. Die Stifter vermachten 1951 ihr Vermögen der Henstorf-Stiftung. Sie fördert regional begrenzt für Bissendorf, Bissendorf-Wietze, Wennebostel und Gailhof Einrichtungen, Vereine oder Einzelpersonen – und immer dort, wo öffentliche Mittel nicht mehr reichen.

Zu den Empfängern gehören beispielsweise die Ortsfeuerwehren, Schützenvereine, Schulen, Sportvereine, Eltern-Kind-Gruppen, Fördervereine sowie Gruppen im Bereich Musik oder Kunst. In Bissendorf hat der Ehrenbürger Heinrich Henstorf nicht nur aufgrund der Stiftung Spuren hinterlassen: Die ­Gemeinde hat Heinrich und Hedwig Henstorf zu Ehren in Bissendorf eine Straße – die Heinrich-Henstorf-Straße – und die Kindertagesstätte am Südeschfeld nach ihnen benannt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Nachrichten Burgdorf/Uetze/Burgwedel/Isernhagen - Raiffeisen will größer werden

Die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover steht derzeit gut da. Doch ein „Weiter so“ reicht nicht, um die Konkurrenz langfristig auf Distanz zu halten. „Wir müssen wachsen“, machte Geschäftsführer Cord Bösch am Donnerstag in der Generalversammlung in Uetze deutlich.

01.03.2015

Ein schöner Holzwagen soll den Jugendlichen in Abbensen künftig als siebenter kommunaler Treff der Gemeindejugendpflege dienen. Aber das Vorhaben stockt nun weiter wegen innerörtlicher Konflikte.

25.02.2015

Was genau geschah in der Wedemark zwischen 1930 und 1950? Rund 30 Ortshistoriker machen sich jetzt an die Arbeit, um das herauszufinden. Denn bislang, so sagen sie, weiß man darüber erschreckend wenig.

24.02.2015