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Wedemark Kirchenfenster werden aufwendig saniert
Umland Wedemark Kirchenfenster werden aufwendig saniert
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14:49 11.07.2018
Mitarbeiter der Glasmalerei Peters bauen die Bleiglasrosetten aus und verschließen das runde Loch mit einer Notverglasung. Quelle: Friedrich Bernstorf (privat)
Brelingen

Was in Hannovers Marktkirche noch Zukunftsmusik ist, wird in Brelingen bereits realisiert. In der größten Kirche der Landeshauptstadt soll als Geschenk von Altkanzler Gerhard Schröder ein Fenster nach dem Entwurf – der nicht unumstritten ist – von Starmaler Markus Lüpertz gestaltet werden. Die Brelinger Martini-Kirchengemeinde ist da bereits viel weiter. Dort werden für etwa 24.000 Euro die Kirchenfenster derzeit restauriert und saniert. Allerdings soll dort alles so bleiben, wie bisher, nichts verändert werden.

Rosetten werden aufwendig restauriert und saniert.

Die Bleiglasrosetten stellen in der sonst eher farblich schlicht gestalteten Brelinger Kirche bunte Farbtupfer dar. Nun werden sie aus den 58 Fenstern ausgebaut und von Spezialisten in der Glasmalerei Peters in Paderborn in den nächsten Wochen repariert und restauriert – anschließend wieder eingebaut. Dabei werden defekte Glaselemente entweder ausgetauscht oder mittels Kleben repariert. „Außerdem sollen die aus Eisen hergestellten und stark verrosteten Windeisen, die für die Stabilität der Rosetten sorgen, ersetzt werden“, heißt es vom Kirchenvorstand. Bis zum Ende der Arbeiten in etwa sechs bis acht Wochen soll eine Notverglasung aus normalem Fensterglas dafür sorgen, dass sich keine Vögel oder Fledermäuse in der Kirche einnisten. Die Kosten trägt der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen.

Der damals im Königreich Hannover tätige Architekt Friedrich August Ludwig Hellner hatte die Rundbogenfenster in der 1849 geweihten Kirche als wichtiges Gestaltungselement eingesetzt. Die Rundbögen wiederholen sich in den Eingangstüren, in der Gestaltung des Altarraumes und auf Holzelementen im Innern. Die aus Eichenholz gefertigten Rahmen, nach Überzeugung der Restauratoren handelt es sich noch um die Originalfenster, hatte Hellner im Erdgeschossbereich eher klein gehalten. Auf der Emporenebene sind sie dagegen deutlich größer. Sie ermöglichen, dass der große Kirchenraum mit Tageslicht durchflutet wird. Die Fenster zeichnen sich nicht nur durch die bunten Bleiglasrosetten aus, sondern auch durch die auf die Spitze gestellten Holzrahmen, die mit schlichtem Fensterglas verglast sind. Die von Hellner in Brelingen verwendete Kombination von schmalen und breiteren Fenstern hatte der Architekt bei den von ihm geplanten Kirchen dabei einst erstmals eingesetzt.

Die Bleiglasrosetten sind jeweils aus verschieden farbigem Glas gestaltet. „Sie erzeugen bei Sonneneinstrahlung und bei einem bestimmten Sonnenstand ein buntes Farbenspiel auf dem mit Backsteinen ausgelegten Kirchenfußboden, heißt es vom Kirchenvorstand weiter“.

Von Sven Warnecke

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