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Wedemark Mit Kultur selber handeln
Umland Wedemark Mit Kultur selber handeln
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00:17 06.07.2018
Susanne Schönemeier (von links), Angela von Mirbach und ihre Stellvertreterin bei der Veranstaltungsorganisation, Andrea Stegemann, starten ins neue Kulturprogramm. Quelle: Kallenbach
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Wedemark

Kultur vor der Haustür bietet die Gemeinde Wedemark – und zwar hochwertig. Das schickt die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach bei der Vorstellung des neuen Programms für die nächste Spielzeit voraus. Um Kino, Vorträge, Konzerte und erstmals im Sommer 2019 auch Theatertage zu erleben, müssen Kulturinteressierte nicht in die Landeshauptstadt fahren. Sie mögen sich aus dem Programm schon vier Konzerte mit Weltmusikern notieren, das erste am Freitag, 31. August, im Bürgerhaus in Bissendorf. Der Auftritt von Fjarill ist zudem ein Beitrag im Kultursommer der Region. „Die Künstler fühlen sich bei uns wohl und werden technisch perfekt betreut“, betont von Mirbach. „Uns gehen die Angebote von Künstlern nicht aus.“

„Wir haben immer noch das Ziel, mit unserem abwechslungsreichen Programm die Wedemärker in der Gemeinde zu halten“, hob von Mirbach hervor, als sie jetzt gemeinsam mit der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier im Rathaus in Mellendorf das Programm vorstellte. Diese Kultur vor der Haustür sei großer Luxus, aber es sei auch politischer Wille, dass es dafür einen Etat gebe. Insofern sei Wedemark ein Leuchtturm in der Region. Der Kulturetat einschließlich Gagen und Technik beträgt von Mirbach zufolge im Haushalt 2018 rund 53.000 Euro. Für 2019 seien wegen der geplanten Theatertage 72.000 beantragt, die um ein Jahr verschoben wurden. Dafür soll zusätzlich Fördergeld eingeholt werden.

Kultur setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen

Aber Kultur in der Wedemark setzt sich aus noch mehr Bausteinen zusammen. Vor die eigene Haustür zu schauen, welche kulturellen Möglichkeiten auf Eigeninitiative warten, dazu lädt die Gemeinde auch mit diesem Programm wieder ein. „Wir wollen, dass Kultur zum Mitmachen und Handeln ermutigt“, verdeutlichten die Kulturbeauftragte und die Erste Gemeinderätin.

So nimmt nach den Mitmachprojekten der Vorjahre nun Rotkäppchen den Faden auf. In dem neuen Projekt „Rotkäppchen und der Guglhupf“ sollen die Wedemärker selbst ihre Geschichten erzählen, am Kaffeetisch, wenn Rotkäppchen bei ihnen unangemeldet mit Guglhupf und Geschirr an die Tür klopft. Dazu werden acht Ortsteile ausgelost. Ein Projekt über Heimat, über Geschichten der Entfremdung und des Zuhauseseins solle dies werden, so die Idee. Die Geschichten werden gesammelt und dokumentiert, das Kostüm für Rotkäppchen wird noch von der Nähgruppe im Verein Miteinander.Wedemark (Netzwerk für Flüchtlingshilfe) entworfen und angefertigt. Zusätzliche Förderanträge hat die Gemeinde bereits an die Region und einen Integrationsfonds gestellt.

In Schulen wird Theater gemacht

Für das bevorstehende Schuljahr hat die Kulturbeauftragte außerdem „Theater in der Schule“ ins Kulturprogramm aufgenommen. Seit 2012 läuft diese Reihe bereits; mehrere Schulen waren schon beteiligt. „Die Schulen sollen sich an uns wenden. Wir möchten erreichen, dass Grundschüler mindestens einmal in ihrer Schulzeit Theater live und ganz nahe erleben“, so von Mirbach. „Wir unterstützen die Auswahl der Stücke, verhandeln, organisieren und finanzieren ein Theaterstück in unseren Grundschulen der Wedemark. Eine Anmeldung genügt.“

Eine Idee, ein Plan genüge auch, wenn Wedemärker Kultur selbst in die Hand nehmen wollen. „Gründet offene Werkstätten, tapeziert Eure Garage und veranstaltet Euer privates Konzert!“, regte von Mirbach an. „Und vor allem: Trennt das Private vom Öffentlichen!“ In diesem Sinne sei auch das Kulturprogramm ausgelegt mit seinen Projekten.

Das Kulturprogramm im kleinen Format liegt breit gestreut aus. Der Vorverkauf im Rathaus und in den bekannten Vorverkaufsstellen hat begonnen.

Von Ursula Kallenbach

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