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Wedemark Radwege in der Gemeinde: Das sind die Erfahrungen der Leser
Umland Wedemark Radwege in der Gemeinde: Das sind die Erfahrungen der Leser
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09:10 14.03.2019
In Elze lässt der Zustand der Radwege zu wünschen übrig. Quelle: Stephan Hartung
Wedemark

Welcher Radweg fehlt Ihnen in der Gemeinde? Diese Frage hat die HAZ-Redaktion bereits an die Leser gestellt – und zahlreiche Wedemärker haben via E-Mail und Facebook ihre Erfahrungen mit Radwegen im Gemeidegebiet geschickt. Die Reaktionen zeigen, dass wir damit einen Nerv getroffen haben. Radwege sind ein Thema, das die Wedemärker in allen Orten bewegt. Auch die Gemeinde will die Bürger jetzt zu Radwegen befragen und darüber öffentlich diskutieren. Eine Auswahl der Abschnitte, die nach Meinung mehrerer HAZ-Leser im Radwegenetz fehlen und Strecken, die in einem schlechten Zustand sind:

„Für Radfahrer ein Alptraum“

Fehlender Radweg zwischen Resse und Engelbostel: Zwischen den beiden Orten gibt es keinen separaten Weg für Radfahrer. Diese müssen auf der Straße fahren. „Die Landstraße ist sehr eng und für Fahrradfahrer ein Alptraum“, weiß Claudia Lichtenberg. „Resse hat zum Beispiel überhaupt keine Fahrradwege! Weder nach Wiechendorf, Negenborn oder Engelbostel. Wir sind Fahrradmäßig ausgeschlossen von der Wedemark und das ist sehr sehr schade“, schreibt Britta Frankel. Auch die fehlende Verbindung zwischen Resse und Negenborn wurde mehrfach genannt.

Die Radwege in der Gemeinde Wedemark sind in der Diskussion. Unter anderem an diesen Stellen sehen die HAZ-Leser Handlungsbedarf.

Radwege in Bissendorf: Mehrere Leser schreiben, dass die Radwege in dem Ort zu eng sind. Auf Facebook kommentiert Manuela Kindler: „Im allgemeinen sind die fusswege zu eng für Radfahrer und Fußgänger in bissendorf und der radstreifen wird von allen ignoriert“.

Pfützen und Schlaglöcher: „Dieser Radweg ist eine Katastrophe“

Radweg von Elze nach Berkhof und Sprockhof ist in schlechtem Zustand: Zahlreiche Leser schreiben, dass der Weg entlang der L190 für Radfahrer schlecht zu befahren ist. „Der Radweg aus Richtung Hellendorf wurde vor Jahren bis zum Bahnübergang in Elze erneuert, ab dem Bahnübergang Richtung Berkhof ist er eine Katastrophe“, schreibt Dieter Fenske per E-Mail. Er berichtet von Pfützen und Unebenheiten auf der Strecke. Der Weg zwischen Berkhof und Sprockhof ist nach Auskunft von Lesern viele Jahre als kombinierter Fuß- und Radweg ausgeschildert gewesen. Dann sei die Änderung zum Fußweg erfolgt – eine Sanierung des Weges habe es nie gegeben. Die Nutzung mit einem Rollator oder Rollstuhl sei nur mit großen Schwierigkeiten möglich. Nicole Meyer schreibt dazu: „Dieser Weg ist mittlerweile so schlecht, dass an einigen Stellen zwei Personen nicht nebeneinander gehen können.“ Und Imbke Dösselmann meint: „Fahrrad fahren oder Inliner fahren, ist in Berkhof oder Sprockhof leider nur eingeschränkt möglich“.

Fehlender Weg für Radfahrer zwischen Gailhof und Meitze: „Auch die Straße von Meitze nach Gailhof hat keinen Radweg. Gerade für Kinder (auch für ältere Kinder) ist es schwierig bis nahezu unmöglich, sicher aus Meitze nach Mellendorf zu gelangen (z. B. für den Schulweg)“, schreibt Christian Schulze. Frederik Schneemann ergänzt, dass auch zwischen Meitze und Elze ein separater Weg für Radfahrer fehlt. Er kommentiert auf Facebook: „Da laufen ständig welche auf der Straße, auch schon mit Kinderwagen gesehen... Vor allem wenn es dunkel ist kann das gefährlich werden“.

Fehlender Radweg zwischen Brelingen und Bennemühlen: Mehrere Leser machen auf den nicht vorhandenen Weg zwischen den zwei Orten aufmerksam. „Die Strecke wird sehr stark von Sand- und Kies-LKW's befahren, ist kurvig und hügelig und teilweise gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung“, schreibt Wolfgang Spitzner. Nach Angaben von Friedrich Bernstorf ist die Straße für alle Verkehrsteilnehmer immer nur in einem kurzen Abschnitt einsehbar. Und weiter: „Der S-Bahnhof in Bennemühlen sollte ein weiteres gewichtiges Argument für diesen Radweg sein, wenn Autofahrer animiert werden sollen, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.“ Andrea Grothe schreibt, dass ein Fahrradweg zwischen den beiden Orten „eigentlich unerlässlich für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist“.

„Es kommt täglich zu gefährlichen Situationen“

Radweg von Resse über Wiechendorf nach Scherenbostel: Diese Strecke ist ein Dauerthema und steht seit längerer Zeit in der Diskussion. Der Abschnitt zwischen Resse und Wiechendorf soll im kommenden Jahr gebaut werden. Die Strecke zwischen Scherenbostel und Wiechendorf hat die Region Hannover ergebnisoffen in in die Planungen für 2020 aufgenommen. Ob der Lückenschluss früher realisiert werden kann, als zunächst geplant, hängt von den Vorprüfungen ab. Carl Bittner schreibt dazu: „Aufgrund der 100 km/h Freigabe sowie der schlechten Sichtverhältnisse im langen Waldstück kommt es hier täglich zu gefährlichen Situationen.“

Fehlender Radweg an der Industriestraße in Mellendorf: Mehrere HAZ-Leser machen auf den nicht vorhandenen Geh- und Radweg zum Sportpark des Mellendorfer Turnverein (MTV) aufmerksam. Auch die Vereinsmitglieder warten weiterhin auf einen sicheren Weg zum Sportpark. „MTV wurde gebaut, aber kein sicherer Weg dorthin“, schreibt HAZ-Leser Bernd Murschall.

Von Julia Polley

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