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Wedemark In Waldsiedlung greifen jetzt B-Pläne
Umland Wedemark In Waldsiedlung greifen jetzt B-Pläne
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12:03 27.09.2018
Gegen das Plattmachen einzelner baumbestandener Grundstücke wie hier 2017 gab es bislang in Bissendorf-Wietze keine Handhabe. Quelle: Kallenbach
Bissendorf-Wietze

Bisher ungeplantes Bauen wird im Ort Bissendorf-Wietze künftig in zwei Bereichen durch Bebauungspläne geordnet: Der Gemeinderat hat die B-Pläne „Ahornweg/Fichtenweg/Landwehrwiesen“ sowie „Östlich Natelsheideweg“ mit örtlichen Bauvorschriften als Satzung beschlossen. Für Ortsbürgermeister Daniel Leide war die Bauleitplanung seit dem Jahr 2011 die denkwürdige erste Vorlage der Wedemärker Gemeindeverwaltung, die der neue Ortsrat der Waldsiedlung Bissendorf-Wietze nach seiner Gründung auf den Tisch bekam. „Wir sind froh, dass nun nur noch nach B-Plan gebaut werden darf. Vorher ließ das Baurecht über die Lückenbebauung unkontrolliertes Bauen zu“, verdeutlichte er im Gemeinderat. Für die CDU-Fraktion bat er die anderen Fraktionen ebenfalls um Zustimmung.

Aus Sicht der SPD-Ratsfraktion kehrt mit diesen Bebauungsplänen in Bissendorf-Wietze ein Stück Normalität ein. „Es war ein notwendiger Schritt der Planung und Ordnung wie in anderen Ortsteilen auch“, betonte für die Fraktion Jochen Pardey. Die Politik habe einen breiten Konsens darüber gefunden, auch Kompromisse geschlossen. „Aber jede weitere Beratung würde den Zustand des Ungeplanten dort verlängern“, begründete er die Zustimmung der SPD.

Greifen Pläne zu sehr ins Eigentumsrecht ein?

Der Grünen-Fraktion im Rat hingegen waren die Kompromisse in der Sache zu weit gegangen; sie enthielten sich bei der Abstimmung und wollten damit ihre mangelnde Zufriedenheit ausdrücken, wie Angela Klingrad deutlich machte. Vor allem zu den reduzierten Grundstücksgrößen gegenüber ersten Vorstellungen blieben die Grünen bei ihrer Kritik. Der Stimme enthielten sich auch die beiden AfD-Vertreter im Rat.

Die Fraktionsgruppe FDP/Bündnis C stimmte gegen die Satzungsbeschlüsse. „Die Bebauungspläne greifen zu sehr in die Selbstbestimmung der Eigentümer ein. Sie werden Schiffbruch erleiden“, prophezeite Gruppensprecher Erik van der Vorm.

Von Ursula Kallenbach

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