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Wedemark So sieht es in der neuen Sporthalle auf dem Campus W aus
Umland Wedemark So sieht es in der neuen Sporthalle auf dem Campus W aus
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00:20 02.03.2019
Die neue Zwei-Felder-Halle auf dem Campus W ist fertig. Seit Anfang Februar nutzen Schüler die Halle. Ein Rundgang mit Willi Osing, langjähriger Kunstturntrainer und ehemaliger Schulleiter der Konrad-Adenauer-Schule, und Susanne Bischoff, Leiterin Team Hochbau in der Gemeindeverwaltung, durch die Sportstätte. Quelle: Julia Polley
Mellendorf

 Wie hoch ist die Halle? Wo sind die Sprossenwände? Und gibt es Tore? Willi Osing hat beim Rundgang durch die neue Sporthalle auf dem Campus W in Mellendorf viele Fragen an Susanne Bischoff, Teamleiterin Hochbau bei der Verwaltung. Der ehemalige Leiter der benachbarten Konrad-Adenauer-Schule trainiert seit 1976 Kunstturner beim SCL in Langenhagen – und hat seitdem bei Wettkämpfen schon viele Sportstätten weltweit gesehen. Ganz genau schaut sich der 71-Jährige das neue Gebäude auf dem alten Schützenplatz an, dass seit Anfang Februar bereits von Schülern genutzt wird.

Die neue Sporthalle auf dem Campus W in Mellendorf ist fertig. Ein Rundgang mit Willi Osing durch das Gebäude.

„Das ist eine nette Halle“, sagt Osing nach einem ersten Rundumblick. Der intensive Geruch des neuen Linoleum-Fußboden steigt ihm sofort in die Nase. „Der Fußboden stinkt“, sagt Osing. Bischoff entgegnet: „Der riecht neu.“ Auf dem orangefarbenen Boden sind viele bunte Linien zu sehen – für die verschiedenen Sportarten und die dafür benötigten Spielfelder. „Wir können hier alles spielen“, sagt die Teamleiterin. „Es gibt nichts, was wir nicht spielen können.“ Auf der linken kurzen Hallenseite sind die Weichbodenmatten senkrecht stehend befestigt. Dahinter ist eine Wand zum Bouldern zu erkennen. Jeweils zwei Ringe hängen an jeder kurzen Seite der Halle von der Decke.

Fehlen die Sprossenwände?

Doch Osing fällt schnell auf, dass keine Sprossenwände zu sehen sind, die sonst in jeder Turnhalle an der Wand angebracht sind. „Die vermisse ich.“ Bischoff kann ihn jedoch beruhigen: Sie öffnet eine Klappe in der Wand und zieht die Vorrichtung heraus – aus dem dahinterliegenden Geräteraum. Osing gefällt es, dass diese aus dem Innenraum verschwunden sind. Auch die hochziehbaren Basketballkörbe merkt er positiv an. „So kann man sicher Sport treiben“, sagt Osing. „Früher gab es viele Stolpersteine und Gefahren.“ Ebenfalls wurden die von der Decke hängenden Seile in einer Nische der Wand befestigt, damit sie nicht im Weg sind. „Das ist eine vernünftige Lösung“, sagt der Turntrainer.

In den Geräteräumen ist alles gelagert, was für den Schulsport gebraucht wird: Bänke, kleine Kästen, diverse Matten – auch für Judo –, Bälle für die verschiedenen Ballsportarten. Auch die Tore für Hand- und Fußball, die Osing gesucht hat, sind dort zu finden. Im Fußboden gibt es an den entsprechenden Stellen Vorrichtungen, um diese zu befestigen. Das Pauschenpferd und die zwei Sprungtische schaut sich der Turner genauer an. Für den Schulsport seien diese optimal – für Profis jedoch nicht ausreichend. Für Leistungssport müsse man auf andere Qualität achten. Das gesamte Inventar sei – in Abstimmung mit den Schulleiterin und Fachlehrern – neu angeschafft worden, sagt Bischoff

Umkleiden sind großzügig und lichtdurchflutet

In einem Regie- und Sanitätsraum können Verletzungen behandelt und das Licht gesteuert werden. Überall in der Halle gibt es Bewegungsmelder, erzählt Bischoff. Rundherum sind die Wände mit drei Meter hohem Teppich versehen. Das sei in Deutschland vorgeschrieben, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin.

„Die Umkleiden sind sehr großzügig – das ist schon modern“, sagt Osing beim Gang durch die lichtdurchfluteten Räume. Auch, dass es in der Lehrerumkleide eine Dusche gibt, merkt der Trainer positiv an. „An Lehrerduschen wurde früher nicht gedacht.“ Der Eingangsbereich gefällt ihm ebenfalls: „So einen Vorraum finde ich auch ganz gut.“ Beim Betrachten von außen befindet er, dass sich die Halle ganz gut angepasst habe auf dem alten Schützenplatz. Sein Fazit: „Das ist eine schöne Halle“, sagt der 71-Jährige.

Neue Sporthalle ist offiziell eröffnet

Am Mittwoch ist die Halle auf dem Campus W offiziell eingeweiht worden.

Zahlen, Daten und Fakten rund um die neue Sporthalle

Die neue Sporthalle auf dem Campus W ist eine Zwei-Felder-Halle. Es können bei Bedarf zwei Gruppen parallel Sport treiben. Eine Trennwand kann dazu von der Decke gelassen werden.

Im Inneren misst die Halle nach Auskunft von Susanne Bischoff, Team Hochbau bei der Verwaltung, 22 mal 44 Meter. Die Deckenhöhe liegt bei 7,50 Metern. Inklusive Außenmauern ist die Anlage rund 1600 Quadratmeter groß. Tribünen gibt es in der Halle nicht – es handelt sich um eine reine Schulsporthalle.

Insgesamt lag die Vertragssumme für den Neubau mit dem Bauunternehmen Pellikaan Deutschland bei rund 3,1 Millionen Euro. „Wir sind nicht über dem Budget“, sagt Bischoff.

Das Gebäude ist barrierefrei – direkt am Eingang befindet sich eine behindertengerechte Toilette. Vier Umkleidekabinen gibt es – jeweils zwei sind durch einen Duschbereich miteinander verbunden.

In dem Gebäude gibt es keine Belüftungsanlage. „Die Fenster sind CO 2 gesteuert“, sagt Bischoff. „Wenn der Wert schlecht ist, gehen die Fenster auf.“ Über eine Deckenstrahlheizung wird die Halle erwärmt. Das Gebäude ist an die zentrale Heinzungsanlage des Schulzentrums angeschlossen.

Die flach geneigte Dachkonstruktion ist zudem für die Installation einer Photovoltaikanlage vorgerüstet. Rund um die neue Halle auf dem alten Schützenplatz gibt es rund 80 Parkplätze.

Von Julia Polley

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