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Wennigsen Braucht Wennigsen einen Baumkontrolleur?
Umland Wennigsen Braucht Wennigsen einen Baumkontrolleur?
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00:16 12.01.2019
Soll die Verwaltung soll einen Mitarbeiter einstellen, der sich um das Bumkataster kümmert? Quelle: dpa (Symbolbild)
Wennigsen

Braucht Wennigsen eine Teilzeitstelle, die sich nur mit der Schaffung eines Baumkatasters, eines Baumpflegeplans sowie der Vorbereitung einer Baumkonferenz befasst? Diesen Vorschlag hat Uwe Kopec von der Piraten Partei nun gemacht. Sein Antrag wird nun in den Fachausschüssen für Bau, Planung und Umwelt sowie Finanzen, Wirtschaft, Tourismus und Kultur diskutiert.

„Der Baumbestand in allen Ortsteilen der Gemeinde stellt ein besonders sorgsam zu bewirtschaftendes und zu schützendes Vermögenden dar, welches im Hinblick auf Klima- Lebens- und Erholungsumstände zu betrachten ist“, begründet Kopec seinen Antrag. Wesentlicher Gesichtspunkt sei die über Jahrzehnte andauernde Entwicklung des Baumbestandes, welche fachlich fundierte, wissenschaftlichen Kriterien entsprechende Planungen langfristig in der Baumpflege erfordere.

Zwar würden im Rahmen der jährlichen Baumkontrolle diese Arbeitsauszüge aktualisiert. Sie liegen somit vollständig vor. Das Einpflegen in die digitale Version sei allerdings sehr aufwendig und zeitintensiv, so dass hier die Aktualität etwas hinterherhinkt. Um ein bestmögliches Ergebnis in der Baumpflegeplanung und der Baumpflegemaßnahmen zu erzielen soll der Rat der Gemeinde Wennigsen beschließen, dass eine Stelle mit mindestens 20 Stunden die Woche geschaffen wird, damit die Baumbestände qualifiziert, zeitnah und vollständig erfasst werden und eine Prognose sowie eine Entwicklungsbeschreibung erstellt wird. Zudem fordert Kopec, dass ein über mindestens zwei Jahre angelegter Baumpflegeplan für alle Ortsteile der Gemeinde erarbeitet wird. Für Wennigsen hat Kopec noch ein weiteres Anliegen: Eine jährlichen „Baumkonferenz“ aller beteiligten Stellen und interessierten Gruppen, sowie Bürger der Gemeinde.

Unter anderem im Hannover wird seit 1990 ein Straßenbaumkataster geführt, in dem alle an öffentlichen Straßen stehenden Bäume erfasst sind, die durch den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün gepflegt werden. Dort werden nicht nur Daten über Anzahl, Artenzusammensetzung, Altersverteilung und Wuchsorte der Straßenbäume gesammelt sondern auch Angaben zu Standortbedingungen, Schädigungen und möglichen Schadensursachen sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Pflege und zum besseren Schutz der Bäume aufgenommen. Mit den Daten wird die Entwicklung einzelner Bäume und Baumstandorte dokumentiert und werden Pflegemaßnahmen koordiniert. Die Anzahl und Artenzusammensetzung wird einmal jährlich im Jahresbericht Straßenbäume veröffentlicht. Und auch viele Städte in der Region haben ein Baumkataster. Seit 2017 wird auch in Barsinghausen der städtische Baumbestand und ein neues digitales Baumkataster angelegt. In der Wedemark ist seit 2016 eine Baumkontrolleurin mit 30 Wochenstunden unterwegs und betreut das mittlerweile digitale Baumkataster der Kommune.

Von Lisa Malecha

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