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Wennigsen Ganztag: Schulen werten Eltern-Umfrage aus
Umland Wennigsen Ganztag: Schulen werten Eltern-Umfrage aus
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14:55 04.12.2018
Die Grundschule in Wennigsen soll ganztags werden. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Ab 2025 haben Eltern ein Recht auf Ganztagsbetreuung – doch wie soll die aussehen? Dazu haben die Grundschule Wennigsen und Bredenbeck eine Umfrage an den Kitas durchgeführt. Die Ergebnisse gehen in den beiden Ortsteilen deutlich auseinander.

Während sich in Wennigsen 45 Prozent der Eltern für die Einführung einer Ganztagsschule aussprachen, lehnen die befragten Eltern aus Bredenbeck diese eher ab. Auch bei der Nachmittagsbetreuung sind die Bedarfe unterschiedlich: In Wennigsen ist der Bedarf hoch, in Bredenbeck eher gering.

133 Eltern wurden von der Wennigser Grundschule befragt. „90 Prozent benötigen eine Nachmittagsbetreuung“, sagt Grundschulleiterin Hanna Rojczyk. Der Ganztag soll aber weder Hort noch Kinderkantine ersetzen. 89 Eltern hätten auch nach der Einführung weiterhin Interesse an diesen beiden Angeboten.

„Wir gehen bei unserer Planung nun von der offenen Ganztagsschule aus“, sagte Rojczyk. Nach der Auswertung der Umfrage haben Rojczyk und ihr Team bereits damit angefangen, die Voraussetzungen für die Umstellung aufzulisten. „Wir gehen davon aus, dass dreiviertel der Kinder das Ganztagsangebot nutzen werden“, sagt die Schulleiterin. Das bedeute allerdings auch, dass Raum geschaffen werden muss, damit über 240 Kinder betreut werden können. Unter anderem fehlt derzeit eine Kantine, die Platz für 120 Kinder bietet. Außerdem müssten ein Lehrmittelraum, mehrere Gruppen-, Fach- und Ruheräume und vor allem auch ein Krankenzimmer geschaffen werden. „Derzeit gibt es nur eine Liege im Flur, das ist unzumutbar“, betonte sie.

In Wennigsen sollen dann die ersten und zweiten Klassen jeweils in festen Gruppen von den Erziehern des Horts betreut werden, die dritten und vierten Klassen von Lehrern. Die älteren Schüler können dann am Nachmittag auch aus einem Angebot, dass unter anderem gemeinsam mit Vereinen organisiert wird, wählen. „Doch für die jüngeren ist dieses offene Angebot unserer Meinung nach zu verwirrend“, sagt die Schulleiterin. Der Ganztag soll montags bis mittwochs angeboten werden. Zusätzlich wird die frühere und spätere Betreuung jeweils vor 8 Uhr und nach 15.30 Uhr vom Hort sowie am Donnerstag und Freitag gewährleistet. Dieses Angebot wäre dann kostenpflichtig.

In Bredenbeck sahen die Ergebnisse etwas anders aus. Nur die Hälfte der Befragten gab an, überhaupt eine Nachmittagsbetreuung zu benötigen. Die Eltern sind mit dem bisherigen Angeboten zufrieden und wünschen sich größtenteils keine Ganztagsschule. Aus der Umfrage geht hervor, dass den Eltern für die Nachmittagsbetreuung ein lokaler Bezug wichtig ist. Im Fall einer Ganztagsschule bevorzugen auch hier die Befragten das offene Modell.

Die Befragung, die die Grundschulen durchgeführt hat, war nur ein erster Schritt, um den Elternwillen zu erfahren. Auch die Gemeinde wird nun noch eine Umfrage auflegen und an alle betroffenen Eltern schicken. Das Schreiben soll zudem mit Informationen zu den unterschiedlichen Modellen und möglichen Tagesabläufen angereichert werden und nach den Weihnachtsferien verschickt werden. Ende Februar oder Anfang März sollen die Ergebnisse dieser Umfrage dann vorgestellt werden.

Von Lisa Malecha

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