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Wennigsen Grüne fordern mehr Engagement für Klimaschutz
Umland Wennigsen Grüne fordern mehr Engagement für Klimaschutz
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13:15 12.12.2018
Mehr kommunale Dächer sollen mit Solaranlagen ausgestattet werden. Quelle: dpa (Symbolbild)
Wennigsen

Mehr Engagement für die Energiewende zum Schutz des Klimas – das fordern die Wennigser Grünen gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Klimaschutzmanager der Gemeinde, Detlev Krüger-Nedde. Die Ratsfraktion hat nun mehrere Anträge zu Energieeinsparungen, Klimaschutz und Erneuerbaren Energien gestellt, die am Donnerstag im Rat diskutiert werden. „Global denken, lokal Handeln – das ist ein Ansatz, den wir hier in Wennigsen umsetzen sollten“, fordert Fraktions-Chefin Angelika Schwarzer-Riemer.

Ein wichtiges Anliegen ist es den Grünen, das Projekt der EnerGenies dauerhaft weiterzuführen. Seit Mai 2015 schon läuft das Förderprogramm „EnerGenies – Klimaschutz in Schulen und Kitas“. Ziel ist es, das Thema Energiesparen in den Schulalltag zu integrieren und bei Kindern frühzeitig ein Bewusstsein für aktiven Umweltschutz zu wecken. „Aber auch Erwachsene sollten sich vornehmen, zu EnerGenies zu werden“, sagt Barbara Krüger. Das Programm wird über das Bundesumweltministerium gefördert und von der Klimaschutzagentur umgesetzt. Doch im Frühjahr 2019 läuft das Projekt aus, um es weiterzuführen sind erhöhte Eigenmittel erforderlich.

Unter anderem setzen sich die EnerGenies für eine Solaranlage auf dem Dach der KGS ein. Die Idee dazu hatte die Energiegenossenschaft Calenberger Land, die gerne mit der Gemeinde einen Pachtvertrag über die Nutzung der kommunalen Dachfläche abschließen will. Die Grünen drängen nun darauf, dass dieser Vorschlag aus dem Juni 2017 endlich geprüft und dann im Rat abgestimmt wird. Die Fraktion fordert zudem, dass mehr kommunale Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet werden. Hierbei seien dann die Prinzipien Eigenstromnutzung sowie Bürgerbeteiligung zu berücksichtigen – sofern die Solaranlagen nicht in eigener Regie durch die Kommune finanziert und errichtet werden. Das ist auch eines der Ziele des 2010 vom Rat verabschiedete Klimaschutzaktionsprogramm.

Zudem fordert die Fraktion den Aufbau eines kommunalen Energiemanagements, um Einsparpotentiale zu erkennen und nach wirtschaftlichen Kriterien zu priorisieren. „Mehr als die Hälfte der Regionskommunen haben bereits einen Klimamanager“, sagt Krüger-Nedde. „Auch Wennigsen braucht einen.“ Zudem soll ein Energiebericht für das Jahr 2019 erstellt werden. „Bei eigenen Liegenschaften soll die Gemeinde ihren Strom- und Wärmeverbrauch innerhalb von drei Jahren um 30 Prozent reduzieren“, sagt Krüger-Nedde. Ein kommunales Energiemanagement zur gezielten Bewirtschaftung der gemeindlichen Liegenschaften hatte der Rat bereits 2010 im Rahmen des Klimaschutzaktionsprogramm beschlossen.

Gute Ansatzpunkte biete schon das Projekt Smart-City. Die Vision: Eine vernetzte Verwaltung. Hier müssen laut Grünen Nutzungskonzepte und Geschäftsmodelle erstellt werden. Die Smart-City-Projekte folgen der Vision einer intelligenten und vernetzten Stadt. Digitalisierung soll dabei Lebensqualität steigern, Mobilität effizienter und angenehmer gestalten, urbane Lebensräume durchdringen und die Stadt attraktiv für die Bevölkerung und Wirtschaft machen. Dementsprechend wird die Verwaltung aufgefordert, ein Maßnahme-Programm für die nächsten drei Jahre zu erstellen und dem Rat vorzulegen.

Nicht nur Klimaschutz steht bei der Fraktion auf der Agenda: Auch in Sachen Feuerwehren haben die Grünen Ideen: Ein externer Gutachter soll auf Grundlage des Feuerwehrbedarfsplans, der Ergebnisse der Feuerwehrunfallkasse und der geplanten Neuinvestitionen mögliche Synergieeffekte untersuchen. Zudem fordert die Fraktion, dass eine Machbarkeitsstudie für die Grundschule Wennigsen erstellt wird, bevor der Antrag zur Einrichtung einer Ganztagsschule bei der Landesschulbehörde eingereicht wird. Auch hinter der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge steht die Fraktion. „Wir wissen, dass wir den Bürgern mit der Steuererhöhung einiges abverlangen“, sagt Schwarzer-Riemer. Doch Klimaschutz, die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung sowie die Finanzierung des Wasserparks gibt es nicht zum Null-Tarif. Der defizitäre Haushalt lasse wenig Handlungsspielraum.

Neben den Anträgen, die die Grünen bereits jetzt gestellt haben, wollen sie in naher Zukunft auf die Themen Carsharing und Elektromobilität in den Fokus der politischen Diskussion rücken. „Carsharing oder E-Autos könnten auch von der Verwaltung genutzt werden“, sagt Schwarzer-Riemer, die übrigens ab Januar nicht mehr Fraktionsvorsitzende ist. Ihr Amt übernimmt Gun Wittrien, verriet Schwarzer-Riemer nun schon mal vorab.

Von Lisa Malecha

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