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Wennigsen Mein Lieblingsort? Die Bank am Calenberger Blick
Umland Wennigsen Mein Lieblingsort? Die Bank am Calenberger Blick
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00:17 06.07.2018
Der traumhafte Blick über das Calenberger Land hat Winfried Gehrke überzeugt: Die Bank am "Deister Nordblick" ist sein absoluter Lieblingsort in Wennigsen. Quelle: Malecha
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Wennigsen

„Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Stadtgebiet?“, wollten wir vom Wennigser Urgestein Winfried Gehrke wissen. Da muss „Deister Winni“, wie sich der 69-jährige selber nennt, nicht lange überlegen. Denn ein Ort im Deister hat es ihm besonders angetan: Der Deister Nordblick – oder „Calenberger Blick“, wie Gehrke das Plätzchen nennt. „Von dort aus hat man den schönsten Blick über das gesamte Calenberger Land. Ideal, um zur Ruhe zu kommen, negative Gedanken und Stress beiseite zu schieben und einfach zu entspannen.“

Winfried Gehrke stellt uns seinen Lieblingsort vor: Der „Nordblick Deister“ – oder der „Calenberger Blick“, wie Deister Winni den Ort mit dem wunderschönen Ausblick ihn nennt.

Natürlich habe der Deister und auch die Gemeinde Wennigsen sehr viele schöne Plätzchen zu bieten, sagt Gehrke und fängt prompt an einige aufzuzählen: Der Mühlendammweg vom Kloster Wennigsen entlang des Mühlbachs zum Bröhnweg, der Annaturm oder aber einfach sein eigener Garten, wo er gerne am Teich sitzt und seinen Enkelsohn beim Spielen zusieht. Aber der Calenberger Blick hat es dem Pensionär besonders angetan. „Ich bin mindestens eine Stunde die Woche hier oben“, sagt Gehrke, der seit 20 Jahren im Deister Führungen anbietet. Doch ganz so einfach zu finden ist das idyllische Plätzchen, das sicherlich noch ein echter Geheimtipp ist, nicht. Von Wennigsen aus wandert man mindestens 5 Kilometer zum Aussichtspunkt, aus Springe hingegen ist es nur knapp ein Kilometer. Diesen Weg hat Gehrke heute gewählt, obwohl schon die Wanderung zum Aussichtspunkt schon ein schönes Erlebnis sei. Oben angekommen, kann man den Reiz des Orts sofort sehen: Dank Sturmtief Kyrill gibt es ein ganzes Stück, auf dem nur sehr kleine Bäume stehen und dadurch hat man einen laut Gehrke fast einzigartigen Blick. „Bei gutem Wetter kann man von hier aus zum Steinhuder Meer bis nach Hildesheim gucken.“

Wir suchen Ihren Lieblingsort

Ob es die Wasserräder im Deister sind, das Kloster, die Holtenser Doppelacht oder einfach nur das Lieblingscafé mit der schönen Aussicht ist – es gibt viele Orte, die Wennigsen besonders lebenswert machen. Viele kennt man, viele sind auch verborgen oder versteckt – und manche haben auch nur für Sie eine individuelle Bedeutung. Für unsere neue Serie „Heimatliebe“ suchen wir sie alle. Zeigen Sie uns Ihre Lieblingsorte und erzählen Sie uns die Geschichte dazu. Wo lohnt es sich in Argestorf, Bredenbeck, Degersen, Evestorf, Holtensen, Sorsum, Steinkrug, Waldkater, Wennigsen und in der Wennigser Mark genau hinzuschauen? Wir möchten herausfinden, warum Menschen sich in dieser Stadt zu Hause fühlen.

Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an wennigsen@haz.de, schreiben Sie uns bei Facebook auf der Seite HAZ Wennigsen oder rufen Sie unter der Telefonnummer (0 51 05) 52 13 19 bei unserer Redakteurin Lisa Malecha an. Wir freuen uns, Ihre ganz persönlichen Lieblingsorte mit Ihnen zu besuchen!

Er erinnert sich noch genau daran, wie er diesen Ort das erste Mal für sich entdeckte. „Ich bin mitten im Winter, nur wenige Tage nach Kyrill, durch den Deister gelaufen und habe nach Sturmschäden geschaut“, sagt er. Zunächst war er erschrocken, wie viele der großen alten Bäume hier dem Sturmtief zum Opfer gefallen waren. „Und dann habe ich den super Blick gesehen, der nun nach so vielen Jahrzehnten wieder freigelegt war“, sagt er und gerät ins Schwärmen. „Den hat man so im Ost-Deister an keiner anderen Stelle.“ Mittlerweile, fast elf Jahre nach Kyrill, steht am „Deister Nordblick“ auch eine Bank und ein „Schaufenster“, ein Holzrahmen, der den Blick auf die Städte und Gemeinden unter einem lenkt. „So ein Fenster ist für mich etwas sehr positives, ein Durchlass, der zum gucken anregt“, sagt Gehrde. Der steile Aufstieg vom Parkplatz Laube auf – immer den Beschilderungen zur Müllershöhe und dem Deister Nordblick folgend – lohne sich auch bei Dunkelheit, wenn alle Lichter unten in den Ortschaften erleuchtet sind.

Doch lange wird es diesen Ausblick nicht mehr geben. „In knapp zehn Jahren werden die Douglasien so hoch sein, dass sie den Blick wieder versperren“, sagt Gehrke. Doch noch ist der Blick so, wie er vermutlich auch vor Jahrhunderten noch war. „Denn der Deisterkamm war bis rund 1800 kahl“, sagt Gehrke, der ein echter Deister-Experte ist und immer wieder neue Wandertouren entwickelt. Und genau auf dieser Bank, auf der er nun sitzt, sind ihm besonders viele dieser Ideen gekommen, denn dort falle ihm das Philosophieren und Nachdenken besonders leicht. „Auch ein Grund, warum der Calenberger Blick mein Lieblingsort in Wennigsen ist.“

Von Lisa Malecha

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