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Wennigsen KGS: Bau- und Sanierungsmaßnahmen verzögern sich
Umland Wennigsen KGS: Bau- und Sanierungsmaßnahmen verzögern sich
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12:21 09.01.2019
Künftig soll die Entrauchung über die Fassade funktionieren. Bereits vor einiger Zeit sind die alten Elemente abmontiert worden, die neuen sollen nun bis Mitte Mai eingebaut werden. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

 Eigentlich sollte sie schon da sein: Die neue Entrauchung im Foyer der Sophie-Scholl-Gesamtschule – doch der Zeitplan verzögert sich. Mitte Mai sollen die Arbeiten, die bereits im Sommer begonnen wurden, abgeschlossen sein. Wann die Grunderneuerung der Naturwissenschaftsräume und der Bau der Mensa beginnen kann, ist indes noch unklar.

Bereits vor Monaten waren die Verkleidungen an der Decke in Foyer abmontiert worden, seither ist nichts passiert, bemängelt Schulleiterin Birgit Schlesinger. Für sie stellt der aktuelle Zustand ein Sicherheitsrisiko dar. Zudem kritisiert sie: „Die Maßnahmen hätten schon lange abgeschlossen sein sollen.“ Die Elemente seien bereits in der Fertigung, versichert Martin Waßermann, Leiter der Wennigser Bauverwaltung. „In den Osterferien wird dann der Großteil der restlichen Arbeiten erledigt.“

Künftig soll die Entrauchung über die Fassade funktionieren. Bereits vor einiger Zeit sind die alten Elemente abmontiert worden, die neuen sollen nun bis Mitte Mai eingebaut werden. Quelle: Lisa Malecha

Für die Entrauchung in der Pausenhalle rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von etwa 150.000 Euro. Die Entrauchung sorgt dafür, dass sich im Brandfall schnell bildende Rauchgase wirksam aus dem Raum abgeleitet werden können – oder aber in anderen Räumen entstandenen Rauchgase erst gar nicht in die besonders zu schützenden Räume eindringen können. Sie muss unter anderem Aufgrund des Neubaus – das Schulgebäude war um etwa fünf Meter in Richtung Sportplatz vergrößert worden – angepasst werden. Bisher war die Entrauchung noch über das Glasdach möglich. Doch über diesem Lichtband befinden sich Klassenräume. „Wenn diese die Fenster auf haben, würde der Rauch in die Räume ziehen“, erläutert Waßermann das Problem.

Das Lichtband soll nun im Zuge der Arbeiten entfernt werden. Auch Rauchsäulen an der Fassade, die dafür sorgen könnten, dass der Rauch schnell abgeleitet wird und zudem nicht in die oberen Stockwerke der Schule zieht, seien keine Option. Diese Variante wäre mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden. Daher habe man sich entschieden, einige Fassadenelemente auszutauschen, damit über diese die Entrauchung funktioniert – und zwar dort, wo sich oberhalb keine Klassenräume befinden, etwa im Eingangsbereich, wo zuvor die Hausmeisterräume waren.

Ein grunderneuerter Chemieraum steht den Schülern bereits zur Verfügung. Quelle: Malecha

Die Entrauchung ist nicht die einzige Baustelle an der KGS: Zudem soll auch der naturwissenschaftliche Bereich im Altbau der KGS generalüberholt werden. Dafür will die Gemeinde rund 2 Millionen Euro investieren. Die Räume werden so erneuert, dass sie künftig den Anforderungen moderner pädagogischer Konzepte mit spannenden Experimenten entsprechen. Für Gesamtkosten von geschätzten 2 Millionen Euro sollen insgesamt acht Räume sowie der Bereich der Materialsammlung und der Keller saniert werden – und zwar vom Boden über die Technik bis hin zum Mobiliar.

Nach der Sanierung der Räume im naturwissenschaftlichen Bereich soll die Mensa in Angriff genommen werden. Das derzeit geschätzte Investitionsvolumen für die neue Schulmensa beträgt ebenfalls fast 2 Millionen Euro. Der geplante Teilneubau soll am Standort des kürzlich geräumten Verwaltungsausweichquartiers an der Nordseite der KGS errichtet werden – mit Teilrückbau und Erweiterung des Gebäudes in Richtung Norden. Zum Vorentwurf gehört auch eine Lehrküche für den Hauswirtschaftsunterricht. Das Thema wird in den politischen Gremien bereits vorbereitet.

Der naturwissenschaftliche Bereich im Altbau der KGS bedarf einer Generalüberholung. Quelle: Malecha

Wann mit diesen Arbeiten begonnen wird, ist noch unklar. „Es ist schwer, Firmen und auch Fachplaner zu bekommen“, begründet Martin Waßermann die Verzögerungen. Alle Firmen, mit denen die Gemeinde in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat, hätten volle Auftragsbücher und daher keine neuen Aufträge angenommen. Zudem habe die bisherige Mitarbeiterin, die sich um die KGS gekümmert hat, gekündigt. „Wir müssen also auch schauen, wie wir das personell hinbekommen“, sagt Waßermann. Immerhin müssen die Großprojekte betreut werden.

Von Lisa Malecha

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