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Wennigsen Kreisel spaltet: ADFC verlässt AG Hauptstraße
Umland Wennigsen Kreisel spaltet: ADFC verlässt AG Hauptstraße
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17:23 26.09.2018
Der Rat will keinen Minikreisel an der Heitmüller-Kreuzung und hat die Empfehlung der Arbeitsgruppe ignoriert. Der ADFC zieht daraufhin seine Konsequenzen und ist aus der Arbeitsgruppe ausgetreten. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Die Rats-Entscheidung gegen einen Minikreisel an der Heitmüller-Kreuzung und damit auch gegen die Empfehlung der Planer und der Arbeitsgruppe hat Konsequenzen: Der ADFC ist aus der AG ausgetreten. „Wir sind zu einer weiteren Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe, deren Ergebnisse von der Ratsmehrheit nicht ernst genommen werden, nicht mehr bereit“, begründet Ingo Laskowski, der für den ADFC in der Arbeitsgruppe gesessen hat, diese Entscheidung. Auch Jochen Koch, der den VVV und den Runden Tisch Senioren in der Arbeitsgruppe vertreten hat, ist aus diesen Gründen ausgetreten. Für ihn wird der Rat allerdings einen neuen Vertreter benennen. Der ADFC hat seinen Sitz an den Rat ganz zurückgegeben.

Alibi-Bürgerbeteiligung?

Die Umgestaltung der Hauptstraße kostet mehrere Millionen Euro. Ohne eine zukunftsorientierte Lösung der verkehrlichen Situation ihres Eingangsbereiches könne der ADFC die Sanierung aber nicht mehr mit tragen, sagt Laskowski und wirft Rat und Verwaltung eine „Alibi-Bürgerbeteiligung“ vor. Dabei war es in erster Linie der ADFC gewesen, der nach dem Edeka-Umbau in der Ortsmitte immer wieder darauf drängte, dass auch die Hauptstraße angegangen werden muss.

Bürgermeister Christoph Meineke bedauert die Entwicklung und hofft, dass man irgendwie wieder zusammenfindet. Der Minikreisel spaltet, auch in den Ratsfraktionen. Minikreisel-Gegner meinen sogar, dass in der Arbeitsgruppe nicht ganz korrekt abgestimmt wurde und die Empfehlung damit ohnehin null und nichtig wäre. Es hätten mehr AG-Mitglieder abgestimmt, als durften. Wäre richtig abgestimmt worden, wäre es auf einen Patt hinausgelaufen.

AG gibt nur ein Meinungsbild ab

„Die beratenden Mitglieder haben seit Beginn der Arbeitsgruppe Stimmrecht“, entgegnet der Bürgermeister. Die Bezeichnung „beratend“ hätte sich darauf bezogen, die unterschiedlichen Gruppen wie ADFC, Anwohner und WIG zu bündeln und vom Rat abzugrenzen. Im Falle von Ausnahmen, also Vertretern, die kein Stimmrecht haben, sei dies explizit gekennzeichnet, sagt Meineke. Zum Bespiel als kooptiertes Mitglied mit Rederecht.

Der Rat hat die Arbeitsgruppe nach der letzten Kommunalwahl mit neuen Mitgliedern ersetzt, ergänzt und aufgeweitet. „Eine Änderung im Prozedere hat sich dadurch aber nicht ergeben“, sagt Meineke. So oder so: „Letztendlich gibt die AG ein Meinungsbild ab“, betont der Verwaltungschef, der für den Kreisel gestimmt hat. „Letztendscheind ist der Rat. Und das hat er nun getan.“

Von Jennifer Krebs

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