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Umland Wennigsen Nachrichten Nach dem Freischießen ist vor dem Freischießen
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00:22 27.02.2018
Der langjährige Kassenführer Wolfgang Marx (links) übergibt sein Amt an Detlef Zenke. Quelle: Marcel Sacha
Wennigsen

 Acht Monate liegt das letzte Historische Freischießen mittlerweile zurück. Die Wennigser erinnern sich jedoch nach wie vor gerne an das sonnige Wochenende im Juni 2017, als sich die Gemeinde wieder einmal im Ausnahmezustand befand. Dies wurde am Freitag auf der Jahresversammlung des Vereins Historisches Freischießen Wennigsen deutlich. Bei traditionell ausgelassener Stimmung unter den rund 100 anwesenden Mitgliedern des umbenannten Fördervereins hat Geschäftsführer Dirk Niemann noch einmal einen Blick zurück auf den vergangenen Sommer, aber auch in die Zukunft gewagt – schließlich bedarf ein Fest solcher Größenordnung einer umfassenden Vorbereitung.

Trotz des „Kaiserwetters“ und der überragenden Stimmung hätten die Schützen nur „wenige Ausfälle“ zu verzeichnen gehabt, sagte Niemann. „So kann es weitergehen.“ Dass das Fest ein Erfolg war, beweisen laut Niemann auch die Neueintritte in den Verein. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 14 an der Zahl – vor allem jüngeren Alters, wie der Geschäftsführer betonte. Aktuell hat der Verein 249 Mitglieder. Das Ziel für das Jahr 2019, in dem der Förderverein 30 Jahre alt wird, stehe somit bereits fest: die Marke von 250 endlich zu knacken.

Die Majestäten: Schützenkönig Jürgen Stegen (links), sein Stellvertreter Horst Theobald (rechts) und Bürgerkönig Winfried Gehrke. Quelle: Marcel Sacha

Für das laufende Jahr stehe jedoch in erster Linie eine Regeneration an, sagte der amtierende Schützenkönig Jürgen Stegen. Vielen der Organisatoren stecken ihm zufolge noch immer die Strapazen des letzten Jahres in den Knochen. Daher sei er froh, dass das „schönste Fest im Calenberger Land“ nur alle drei Jahre wiederholt werde. Ganz untätig seien die Verantwortlichen allerdings nicht. „Die Vorbereitungen für 2020 laufen bereits“, sagte Stegen. Denn Bürokratie und immer mehr und härtere Auflagen machten die Organisation zunehmend komplizierter und langwieriger, erklärte er.

Doch nicht nur steigende Mitgliederzahlen sind das selbsterklärte Ziel des Vereins. Wie der wiedergewählte Geschäftsführer Niemann erklärte, soll zum anstehenden Jubiläum auch der angekündigte Film über sechs Jahrzehnte Historisches Freischießen endlich fertiggestellt werden. Eigentlich wollte der Vorstand bereits zur diesjährigen Jahresversammlung einen erfolgreichen Abschluss der Arbeiten verkünden. Mit 30 Stunden vorhandenem Filmmaterial sei jedoch die Auswahl der besten Szenen sowie das Schneiden entsprechend zeitaufwendig, sagte er. Denn schließlich soll das fertige Produkt eine Spiellänge von 90 Minuten nicht übersteigen.

Unter den rund 100 Anwesenden herrscht ausgelassene Stimmung. Quelle: Marcel Sacha

Neben dem Geschäftsführer wurde auch Schriftführer Winfried Gehrke von den Mitgliedern in seinem Amt bestätigt. Kassenführer Wolfgang Marx stand jedoch nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Nach rund zehn Jahren im Amt übernimmt Detlef Zenke seine Nachfolge. Marx bedankte sich bei den Mitgliedern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versicherte, dem Verein weiterhin die Treue zu halten. Schließlich sei das Historische Freischießen für ihn im Laufe der Jahre zur „zweitschönsten Nebensache der Welt“ geworden, sagte er.

Von Marcel Sacha

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