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Umland Wennigsen Nachrichten Beschwerden über Ruheforst-Besucher
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18:41 28.02.2014
Von Ingo Rodriguez
Geplagte Anwohner und Spaziergänger: Peter Douglas (von links), Evelyn Mecke, Rita Kurzmann, Annika Wiechell sowie Gisela und Ludwig Habbe beobachten am Steinkrüger Weg zunehmende Verkehrsbelastung und regelmäßige Tempoverstöße. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Evelyn Mecke wohnt seit 1961 am Steinkrüger Weg. „So schlimm wie jetzt war es aber noch nie“, sagt die Bredenbeckerin. Sie hat sich auf einer Unterschriftenliste eingetragen - ebenso wie 28 Gleichgesinnte aus der Nachbarschaft. Die Anwohner klagen über zunehmende Raserei vor ihren Haustüren. Der Grund sind offenbar steigende Besucherzahlen des nahe liegenden Ruheforstes.

Annika Wiechell ist die Initiatorin der Unterschriftenliste. Sie hat das Schriftstück mit einer Beschwerde bei der Gemeinde eingereicht. Seit Monaten seien immer wieder Autofahrer zu beobachten, die auf dem Steinkrüger Weg mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Tempo-30-Zone rasen, sagt die junge Mutter. „Nach dem Verlassen der bebauten Ortslage fahren viele auch schneller als mit Tempo 50 zum Ruheforst“, sagt sie. Auf dem schmalen Weg komme es deshalb oft zu gefährlichen Begegnungen mit Spaziergängern und Radfahrern.

Meist handelt es sich bei den Verkehrssündern offenbar um Ruheforst-Gäste: „Schwarze Kleidung, auswärtige Kennzeichen“, sagt Wiechell nur. Was die Anwohner auch stört, ist das Verkehrsaufkommen. „Zu 50 Bestattungen pro Monat kommen noch Führungen und die Grüngutannahme“, sagt Wiechell. Ein Nachbar habe kürzlich fast 1000 Autos an einem Tag gezählt. „Manchmal klingeln Ruheforst-Gäste sogar und fragen, ob sie die Toilette benutzen dürfen.“

Die Anwohner fordern jetzt eine Verkehrsberuhigung. Fachbereichsleiter Olaf Fals von der Gemeindeverwaltung hat deshalb bereits bei der Region Hannover als Straßenverkehrsbehörde Tempomessungen beantragt.

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