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Umland Wennigsen Nachrichten Bürgermeister denkt über zweite Kandidatur nach
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08:30 20.12.2012
Von Michael Hemme
In seinem Amtszimmer im Wennigser Rathaus blickt Christoph Meineke auf ereignisreiche Jahre als junger Bürgermeister zurück. Quelle: Michael Hemme
Wennigsen

Zum Jahresabschluss 2012 blickt Meineke auch nach vorn. Eine zweite Amtszeit schließt er nicht aus. Ob er noch einmal kandidieren wird, will der Amtsinhaber auch von der Landtagswahl im Januar 2013 abhängig machen.

„Ich werde genau beobachten, ob es Veränderungen in den Kompetenzen der Bürgermeister geben wird“, sagt der Parteilose. Grundsätzlich sei er aber zu einer weiteren Amtszeit bereit. „Solange die Bürger mich noch mögen, mache ich weiter“, sagte er.

Die Landtagswahlen seien auch aus finanzieller Sicht für Wennigsen bedeutsam. Vom neuen Verkehrsminister wird die Entscheidung erwartet, ob die alte Bundesstraße 217 in Evestorf oder Teile der Landesstraße 391 nach Sorsum an die Region oder an die Gemeinde fallen. Auch die Frage der Sonderumlage für Jugendämter ist noch ungeklärt. Wennigsen hatte zusammen mit anderen Kommunen gegen die Umlage geklagt. „In beiden Fällen geht es um richtig viel Geld für uns“, sagt Meineke.

Worauf freut sich der Bürgermeister am meisten 2013? Das Kinder- und Familienzentrum Vogelnest steht vor seiner Fertigstellung. „Das wird der modernste Kindergarten weit und breit“, sagt Meineke. Und auch architektonisch werde der Neubau an der Neustadtstraße ein Vorzeigeobjekt.

Darüber hinaus werde auch im neuen Jahr die Frage der Kinderbetreuung ganz oben auf der Agenda stehen. Hierzu zählt Meineke die Kinderhorte an den Grundschulen ebenso wie die Einführung einer Oberstufe an der KGS. Hier würden derzeit auf verschiedenen Ebenen Lösungen für die noch offenen Raumfragen gesucht.

Zu welcher Lösung es beim Corvinus-Zentrum in der Wennigser Mark kommt, sei noch offen. „Entscheidend werde sein, ob es dem Förderverein gelingt, neben dem geplanten Kindergarten und dem Dorftreffpunkt ein drittes Standbein zu schaffen. Dies könne eine Bewirtung ebenso sein wie eine Tagesbetreuung für Senioren.

Gespannt blickt Meineke auch auf den Einzelhandel. Den Umbau des Edeka-Marktes an der Hauptstraße, wertet der Bürgermeister als wichtiges Signal.

Zur Person
Er war damals der jüngste Bürgermeister des Landes. Am 1. Januar 2007 tritt Christoph Meineke sein Amt an, nachdem er die Wahl Ende 2006 überraschend deutlich für sich gewinnen konnte. Der damals 27-Jährige ist in seinem Amt gereift – auf sein immer noch junges Alter wird der hauptamtliche Bürgermeister schon lange nicht mehr angesprochen. Mit seiner Vorliebe für neue Formen der Bürgerbeteiligung hat er bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt.

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