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Umland Wennigsen Nachrichten Standort für das Wohnwagencamp steht fest
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00:16 06.03.2016
Auf dem Grundstück am Heisterweg nahe dem Bahnhof sollen Flüchtlinge in Wohnwagen untergebracht werden. Quelle: Carsten Fricke
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Wennigsen

„Die Fertigstellung der Fläche wird innerhalb dieses Monats erfolgen“, kündigte Bürgermeister Christoph Meineke am Mittwochabend im Sozialausschuss an. Der Mietvertrag sei für zwei Jahre geschlossen worden. Eine Halle auf dem Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und zu verschiedenen Nahversorgern sei geeignet, darin Sanitäranlagen bereitzustellen.

Meineke betonte, dass die Gemeinde die elf gebrauchten Wohnwagen als mobile Notunterkünfte für Asylsuchende gekauft habe, um die Belegung einer Turnhalle möglichst zu vermeiden. Dennoch prüfe die Verwaltung derzeit auch, welche Turnhalle als Unterkunft infrage käme.
Aktuell würden der Gemeinde von den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes pro Woche zehn bis zwölf neue Flüchtlinge zugewiesen. „Ihre Unterbringung ist ein Tagesgeschäft, das sehr schwierig zu steuern ist“, erläuterte der Bürgermeister.

Zurzeit seien 203 Flüchtlinge im Gemeindegebiet untergebracht. Von den 129 Menschen, die voraussichtlich bis Ende April aufgenommen werden sollen, seien bis Ende Februar erst 55 aufgenommen worden. Die neue Unterkunft in Holtensen sei seit Ende Januar komplett belegt. Der Verwaltung stünden zurzeit kurzfristig nur noch zwei Wohnungen für bis zu 14 Menschen zur Verfügung. Ab Mitte März könne es angesichts der hohen Zuweisungszahlen zu Wohnraumknappheit kommen.

„In der jetzigen Situation geht es um das Verhindern von Obdachlosigkeit“, betonte Meineke. „Das ist eine Mammutaufgabe, die wir auf einem schwierigen Wohnungsmarkt bewältigen müssen.“ Die Gemeinde suche daher weiterhin nach Wohnraum, der angemietet oder gekauft werden kann.

Insgesamt gebe es in Wennigsen aktuell 37 Unterkünfte für Flüchtlinge, davon acht in kommunalen Wohnungen und Gebäuden, teilte Fachbereichsleiterin Barbara Zunker mit. Dafür strecke die Gemeinde rund 18 000 Euro Miete vor. „Die wird aber glücklicherweise eins zu eins von der Region erstattet“, erläuterte sie.

Von Carsten Fricke

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