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Umland Wennigsen Nachrichten Elektroautos ziehen die Blicke auf sich
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20:02 29.09.2014
Von Robert Lasser
Rudolf Moser ist mit seinem E-Up sehr zufrieden. Quelle: Robert Lasser
Wennigsen

Rudolf Moser arbeitet bei VW Nutzfahrzeuge in Stöcken. Besonders seine Frau Rosa fährt fast nur noch den VW E-Up, den die beiden im Frühjahr gekauft haben. Martina und Peter Schmidt, Inhaber eines Ingenieurbüros, haben den BMW i3 gewählt. „Das erste BMW-Modell, das nur für den Elektrobetrieb gebaut wurde“, sagt Peter Schmidt.

Warum ein E-Auto?

Hauptaspekt sei der Umweltschutz, sagt Rudolf Moser. Es werde viel geredet, aber keiner mache den Schritt weg vom Benzin. Der höhere Anschaffungspreis hat Moser nicht abgeschreckt. „Ich habe Solarzellen auf dem Dach. Der Strom kostet mich nichts“, sagt er. Er rechne damit, dass sich der höhere Kaufpreis innerhalb von drei Jahren rechne. Auch die Schmidts decken den Betrieb ihres E-Autos mit einer Fotovoltaikanlage. Ihr BMW-Modell sei zudem ökologisch gefertigt worden.

Die Reichweite

Der i3 hat eine Reichweite von 140 Kilometern. Ein Zusatzmotor sichert weitere 120 Kilometer ab. Für die Reichweite mit Strom indes kann der Fahrer selbst etwas tun. „Wenn man vom Pedal geht, bremst er bereits, und dadurch lädt die Batterie“, erläutert Peter Schmidt. Der E-Up bringt es auf eine Reichweite von 160 Kilometern. „Die Angabe hat sich als richtig erwiesen“, sagt Rudolf Moser. Bei defensiver Fahrweise könne man im Display verfolgen, wie die Kilometerzahl für die aktuelle Reichweite steige.

Spaß am E-Auto

Auch Martina Schmidt schaut beim Fahren fasziniert auf das Display. „Es gibt vom Hersteller Sternchen für vorausschauendes Fahren. Man freut sich richtig, wenn man sieht, wie dabei Energie gewonnen wird.“ Rudolf Moser genießt die Möglichkeit, lautlos dahinzugleiten: „Das entschleunigt.“ Dabei kann sein E-Up sehr schnell sein. In der Beschleunigung könnten die meisten Benziner und Diesel nicht mithalten. „Manche Autofahrer erschrecken sich richtig, wenn ich das Pedal durchtrete“, sagt er. Martina Schmidt registriert ein „Rieseninteresse“ an ihrem i3, den viele sofort als E-Auto erkennen: „Mich sprechen täglich Leute an. Und andere Autofahrer geben mir Vorfahrt, um noch genauer gucken zu können.“

Die Kritik

Die aktuellen deutschen E-Autos sind nicht dafür gedacht, quer durch Deutschland zu fahren. Besitzern wird angeboten, tageweise das E-Auto gegen einen Benziner oder Diesel zu tauschen. Moser etwa kann drei Jahre lang 30 Tage ein anderes Auto nutzen. Das Problem sind die Ladestationen. Die E-Autos können an jedem Haus an einer normalen Steckdose geladen werden, aber unterwegs wird es kompliziert. Zwar gibt es Apps, die die Standorte von Stationen anzeigen. „Aber ich weiß zum Beispiel nicht, ob der Parkplatz an der Säule gerade blockiert ist“, sagt Martina Schmidt. Manchmal müsse man sich vor dem Laden erst einen Code oder eine Kundenkarte des Betreibers organisieren. Schmidts Forderung: „Es muss Gewissheit geben. Zum Beispiel, dass man an jeder Tankstelle oder jedem Markt einer bestimmten Kette problemlos laden kann.“ Die Möglichkeit des flächendeckenden Schnellladens, das die Batterie in 20 bis 30 Minuten auflädt, wäre ein entscheidender Fortschritt.

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