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Nachrichten Erdrutschsieg für Christoph Meineke
Umland Wennigsen Nachrichten Erdrutschsieg für Christoph Meineke
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04:31 28.05.2014
Meineke lag mit dem vorläufigen Endergebnis von 89,6 Prozent nach Auszählung aller Stimmen deutlich vorn. Quelle: Montage
Wennigsen

Im Laufe des Sonntags hatte 
Christina Müller-Matysiak Christoph Meineke per E-Mail aufgefordert, er solle die 80 Prozent knacken. Der tat es, während Kontrahent Martin Sondermann enttäuscht war: „So schlecht hatte ich es nicht erwartet“, sagte er.Würde der deutlich gescheiterte CDU-Kandidat noch ins Rathaus kommen? Sondermann war zunächst in Holtensen, wo die Christdemokraten sich getroffen hatten. Gegen 20 Uhr kam er und sagte, er habe gewusst, dass ein Sieg schwer zu erreichen sei. Mit einem so schlechten Ergebnis habe er aber nicht gerechnet. Vertreter der übrigen Parteien zollten ihm Respekt, dass er als Gegenkandidat angetreten war.

Meineke sagte, der Wahlsieg sei das Ergebnis harter Arbeit: „Wir haben in den vergangenen Jahren viele dicke Bretter gebohrt.“ Im Wahlkampf habe er bis zuletzt Gas gegeben. „Ich habe bestimmt 1000 Wahlgespräche geführt und bin mit dem alten Postfahrrad durch alle Dörfer gefahren.“Meineke konnte sich auf eine breite Unterstützung verlassen. Die SPD hatte auf einen eigenen Kandidaten verzichtet und einen entsprechenden Beschluss gefasst, Fraktionschef Klaus Kropp war mit einem Pro-Meineke-Aufkleber auf der Heckscheibe seines Autos unterwegs.

Grünen-Ratsfrau Barbara Krüger hatte erläutert, der Ortsverband wolle den Ort lebenswert erhalten, ökologisch gestalten und arbeite gern mit jedem zusammen, der diese Ziele teile. Mit dem amtierenden Bürgermeister Meineke sei es bislang bereits gelungen, grüne Ziele im Bereich der Familienpolitik umzusetzen. Die FDP hatte zwar keine Wahlempfehlung für den Bürgermeister beschlossen, aber darauf hingewiesen, dass man mit der Arbeit Meinekes zufrieden sei.

91-Jährige im Wahllokal abgewiesen

Eine 91-Jährige aus Wennigsen durfte im Wahllokal Heisterweg nicht wählen, weil sie ihren Personalausweis nicht dabei hatte. Sie war mit Wahlbenachrichtigungskarte gekommen und im Wählerverzeichnis notiert. „Dumm gelaufen“, räumte Gemeindewahlleiter Olaf Fals ein. Da die Frau den Wahlhelfern nicht bekannt gewesen sei, habe die Identität geprüft werden sollen. Die 91-Jährige ging mit ihrem Rollator wieder nach Hause und holte den Personalausweis. Sie sei durchgeschwitzt gewesen, berichtete ihre Tochter. „Das hätte man anders lösen können“, sagte Fals.

 Von Robert Lasser 

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